Totale Mondfinsternis am 27. Juli

Am Abend des 27. Juli 2018 passiert der Mond den Erdschatten. Um 21:02 MESZ geht er bereits zum Teil verfinstert auf. Schon um 21:30 Uhr beginnt die totale Phase, welche bis 23:13 Uhr andauern wird. Da der Mond bei diesem Ereignis nahezu zentral durch den Kernschatten der Erde läuft sollte diese Finsternis dunkler als die letzte erscheinen.

Auch der Mars, der unserer Erde in diesem Sommer sehr nahe kommt, kann an diesem Abend beobachtet werden.

Die Sternwarte Burgsolms öffnet bei klarem Himmel am 27. Juli  ab 21:30 Uhr zu einem  Beobachtungsabend.

Saturn und Mars am Morgenhimmel

Derzeit kann man am frühen Morgen in südlicher Richtung Saturn und Mars beobachten. Beide stehen im Sternbild Schütze und sind bereits mit blosem Auge leicht zu erkennen. Etwas weiter entfernt Richtung Westen steht der Riesenplanet Jupiter.

Das Bild unten zeigt den Himmelsanblick Richtung Süden am 22. April gegen 5:30 MESZ.

Simulation des Himmelsauschnitts mit Stellarium. Zum Vergrößern auf das Bild klicken.

(AT)

24. März: Astronomietag

Am Samstag, den 24. März öffnen wir ab 20:00 Uhr zum bundesweiten Astronomietag 2018. Das diesjährige Motto lautet: „Das geheime Leben der Sterne“

Geplant sind verschiedene Vorträge und die Beobachtung des Nachthimmels durch unsere Teleskope. (AT)

Foto: Horst Maurer

 

Seltener Gast am Abendhimmel

Zur Zeit kann man in der Abenddämmerung den Planeten Merkur mit blosem Auge sehen. Er ist nördlich der Venus zu finden. Venus, innerer Nachbarplanet der Erde, ist derzeit das hellste Objekt abends am Westhimmel. Ab ca. 19:15 Uhr kann man einen Beobachtungsversuch unternehmen. Ein Fernglas hilft beim Aufsuchen. 

Das Foto entstand am 19.03.18 bei Ulm. Es zeigt den Anblick von Merkur und Venus mit blosem Auge. (AT)

Ein besonderes Foto….

…des sogenannten Elefantenrüssels (IC1396) im Sternbild Cepheus gelang unserem Kollegen Horst Maurer. Das Bild ist ein Schmalbandkomposit, bestehend aus dem Licht dreier verschiedener Spektrallinien (Ha, OIII, SII). Die Belichtung und Bearbeitung kostete einige Stunden Arbeit. (AT)

 

In der Milchstraße….

…. kann man im Sommer in mondlosen Nächten neben tausenden von Sternen wunderschöne leuchtende Gasnebel beobachten bzw. fotografieren. Die Nebel bestehen aus Wasserstoffgas, welches durch die Strahlung der benachbarten Sterne – ähnlich wie das Gas in einer Neonröhre – zum Leuchten angeregt wird.

Die untenstehenden Aufnahmen entstanden in der Nacht vom 12./13. August ohne Teleskop, nur mit einem nachgeführten Teleobjektiv.

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Adlernebel (oben) und Omeganebel (unten) zwischen den Sternbildern Schütze und Schlange. Foto: Axel Trettin Equipment: Canon EOS 700 (Astro-Version) mit Teleobjektiv 200 mm, ISO 3200, Blende 4, Belichtung 4x60s Ort: Sternwarte Burgsolms
Cirrusnebel im Sternbild Schwan (Foto: Axel Trettin, Teleobjektiv 200mm, Blende 4, ISO 3200)
Cirrusnebel im Sternbild Schwan. Foto: Axel Trettin Equipment: Canon EOS 700 (Astro-Version) mit Teleobjektiv 200 mm, ISO 3200, Blende 4, Belichtung 5x90s Ort: Sternwarte Burgsolms

(AT)

Komet C/2014 Q2 (Lovejoy) II

Die beiden folgenden Bilder des aktuell sichtbaren Kometen Lovejoy entstanden in der Oberpfalz bei sehr dunklem Nachthimmel und auf der Sternwarte Burgsolms. Der Komet ist inzwischen (wenn auch schwach) mit blosem Auge zu sehen. Ein Schweif ist jedoch nur bei dunkelstem Himmel erkennen.

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Foto: Thomas Düring, aufgenommen in der Oberpfalz am 13.01.2015;
150 Sek.; ISO 800; f=200mm; Blende 2,8

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Foto: Axel Trettin am 17.01.2015; Sternwarte Burgsolms; Apo-Refraktor f=500mm; Blende 6,7; ISO 1600; 211 Sek.

(AT)

Lovejoy, der Neujahrskomet

Unter der Bezeichnung C/2014 Q2 ist der Komet Lovejoy schon seit dem 17.8. 2014 bekannt. Entdeckt wurde er damals von Terry Lovejoy . Da der Komet bisher nur am südlichen Firmament seine Bahn zog, war er bisher in unseren Breitengraden nicht zu beobachten. Seit dem Jahreswechsel steigt er allerdings über den südlichen Horizont täglich höher, so daß er auf seiner Bahn westlich am Orion vorbei  zu beobachten ist.

Eine kleine Wolkenlücke konnte am 2. Januar erfolgreich genutzt werden um den beinahe schweiflosen Kometen zu fotografieren. Dies war um so schwieriger, da der fast volle Mond in der gleichen  Richtung stand und für kräftiges Gegenlicht sorgte.
Deutlich ist die grünliche Koma zu erkennen.

In den nächsten Wochen wird er weiter in Richtung Zenit steigen und ein gutes Feldstecherobjekt sein.
2015-01-02_Komet_Lovejoy
Das Bild entstand mit einer PENTAX K5, nachgeführt per GPS am 2.1.2015 um 22:06 MEZ Belichtungszeit: 30 Sek. bei ISO800 . Objektiv TAMRON SP AF 70-200 mm, f/2,8.
Verwendete Brennweite 200 mm

(Thomas Düring)