Partielle Sonnenfinsternis Juni 2021

Am 10.6.21 war eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Beginn der Finsternis um 11h26, die Höhe der Sonne war da gerade 54 Grad, die maximale Finsternis fand statt um 12h25 bei einer Höhe der Sonne von 61 Grad, und das Ende der Finsternis war erreicht um 13h27. Die Sonne wurde nur zu ~12% bedeckt durch den Mond, aber trotzdem war das Ereignis sehenswert. Die Aufnahmen wurden teilweise an einem Celestron 5 gemacht und einem Newton Teleskop durch zwei Mitglieder des Vereins. Die Details finden Sie auf unseren Twitter und Instagram accounts.

UR

Beobachtungsobjekte Juni 2021

Mondphasen

Das letzte Viertel wird am 2.6.21 erreicht sein. Neumond ist dann am 10.6.21. Das erste Viertel wird am 18.6.21 sein. Am 24.6.21 ist dann wieder Vollmond.

Feldstecher Objekte im Juni 2021

M22 ist ein Kugelsternhaufen im Sternbild Schütze. Die scheinbare Größe am Himmel beträgt 32‘. Die relative Helligkeit beträgt Mag 5.5, daher ist das Objekt mit bloßem Auge etwas zu sehen bei einem dunklen Himmel. Mit einem Feldstecher ab etwa 7x40mm ist der Kugelsternhaufen gut zu erkennen. Ab 150mm Öffnung des Feldstechers sind eventuell auch einzelne Sterne des Sternhaufens erkennbar. Das Objekt ist etwa 10400 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=18h 36m 24s und Dek= -23°54‘12“. Das Alter wird auf mehr als 12 Milliarden Jahre geschätzt. Die Anzahl der Sterne in dem Objekt wird mit 500000 angegeben. Im Jahre 1665 wurde er von J. A. Ihle entdeckt. Dann im Jahre 1764 bekam er den Namen M22 von C. Messier.

M34 ist ein offener Sternhaufen im Sternbild Perseus. Er ist rund 1400 Lichtjahre von uns entfernt mit einem Durchmesser von etwa 15 Lichtjahren. Mit etwa Mag 5.2 ist er etwas mit bloßem Auge erkennbar. Die Winkelausdehnung am Himmel beträgt 35‘ und die Anzahl der Sterne ist etwa 100. Mit einem großen Feldstecher (ab 8x30mm) ist er als eine kleine Sternengruppe erkennbar. Ab 50mm Öffnung zeigen sich etwa 12 Sterne. Außerdem ist M34 reich an Doppelsternen, ab 15x70mm sind mindestens drei erkennbar. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=2h 42m 07s und Dek= +42°44‘46“. Im Jahre 1654 wurde er von G.B. Hodierna entdeckt und 1764 von C. Messier katalogisiert als M34.

M10, ein Kugelsternhaufen, ist im Sternbild Schlangenträger zu finden. Die scheinbare Größe am Himmel beträgt ~20‘. Die relative Helligkeit beträgt Mag 6.6. Mit einem Feldstecher ab etwa 10x40mm ist der Sternhaufen gut zu erkennen als nebliges Objekt.  Ab etwa 150mm Öffnung des Feldstechers sind im Randbereich eventuell einzelne Sterne erkennbar. Das Objekt ist etwa 14300 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=16h 57m 09s und Dek= -04° 05‘ 58“. Im Jahre 1764 wurde er von C. Messier entdeckt.

Deep sky tour

NGC 5792 ist eine Balkenspiralgalaxie mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 11.7 im Sternbild Waage. Ab 250mm Öffnung des Teleskops ist die Galaxie zu finden mit leichten Strukturen des Objektes. Ab 300mm Öffnung sind auch die äußeren Strukturen etwas besser erkennbar. Die zu wählende Vergrößerung am Teleskop sollte mindestens 150-fach bis 200-fach sein. Die scheinbare Größe am Himmel beträgt 6.8’x 1.7‘. Entdeckt wurde das Objekt 1787 durch W. Herschel. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=14h 58m 22s und Dek= -01° 05‘ 28“.

NGC 5746 ist eine Balkenspiralgalaxie mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag ~11 im Sternbild Jungfrau. Ab 250mm Öffnung des Teleskops ist die Galaxie zu finden mit leichten Strukturen des Objektes. Ab 300mm Öffnung sind auch die anderen Strukturen besser erkennbar. Die zu wählende Vergrößerung am Teleskop sollte mindestens 150-fach bis 300-fach sein. Der Durchmesser der Galaxie beträgt etwa 170000 Lichtjahre und die Entfernung ist 77 Millionen Lichtjahre. Die scheinbare Größe am Himmel beträgt 7.4’x 1.3‘. Entdeckt wurde das Objekt 1786 durch W. Herschel. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=14h 44m 55s und Dek= +01 Grad 57‘ 18“.

Meteore im Juni 2021

Bootiden (170 JBO). Die Aktivität der Bootiden geht vom 23.6.21 bis zum 2.7.21 Das Maximum wird am 27.6.21 um 5h erreicht sein. Der ZHR ist diesmal klein volatil mit x/h (Stündliche Zenitrate (von engl.: Zenithal Hourly Rate) – eine berechnete Anzahl von Meteoren eines Stromes die ein Beobachter unter Standardbedingungen sieht mit unbegrenztem Blickfeld, Radiant im Zenit und einer Grenzgröße Mag +6.5. Der Radiant liegt bei: α = 224° oder 15h00m, δ = 48°. Die Objekte erscheinen eher „langsamer“ am Himmel mit V∞ = 18 km/s. Video/CCD/CMOS-kameras sind dafür ebenfalls gut geeignet sowie DSLR Kameras. Dieser Meteorstrom ist mit dem Kometen 7P/Pons-Wiendcke assoziiert.

Meteor Scattering kann ebenfalls eingesetzt werden. Visuelles beobachten ist hier auch trotzdem dringend empfohlen.

Planeten im Juni 2021

Der Mars erscheint bis um ~23h20 (MESZ) am Ende des Monats, ist also die erste Nachthälfte nur etwas zu beobachten im Zwilling. Die Helligkeit sinkt auf Mag ~1.8 Monatsende. Der scheinbare Durchmesser des Planeten fällt allerdings auf nur noch ~3.9“ am 22.6.21. Die Phase am 22.6.21 beträgt ~96.7% Beleuchtungsgrad.

Jupiter ist ein Planet der zweiten Nachthälfte im Juni. Zu sehen sein wird er im Sternbild Wassermann. Am 1.6.21 wird er circa um 1h50 über dem Osthorizont aufgehen, am 30.6.21 bereits um 23h54. Die scheinbare Helligkeit wird dann etwa Mag -2.6 sein. Der scheinbare Durchmesser wird etwa 45.3“ sein am Ende des Monats.

Der Ringplanet Saturn ist im Juni ein Planet fast beider Nachthälften und zu finden im Sternbild Steinbock. Am 1.6.21 geht der Planet um 1h10 und am 30.6.21 bereits um 23h09 über den Horizont im Südosten. Die scheinbare Helligkeit wird dabei Mag 0.4 sein. Am 7.6.21 ist der scheinbare Planetendurchmesser etwa 17.8“. Die Ringgröße beträgt 40.1“.

Der Neptun ist im Juni nicht leicht zu beobachten in der zweiten Nachthälfte im Wassermann / Fische. Am 15.6.21 geht er etwa um 1h37 über den Horizont, am 21.6.21 steht er morgens um etwa 3h circa 16° über dem Horizont. Am 7.6.21 hat er eine scheinbare Helligkeit von Mag 7.9 bei einer Größe von 2.2“.

Uranus ist im Juni nicht zu beobachten. Er stand am 30.4.21 in Konjunktion mit der Sonne und ist somit am Taghimmel.

Die Venus kann im Juni in der Abenddämmerung einige Minuten beobachtet werden bevor sie unter den Horizont geht. Sie stand am 26.3.21 in Konjunktion zur Sonne. Ende Juni geht die Venus um 23h04 unter den Horizont. Die 11.3“ große Venusscheibe ist allerdings zu fast 90 – 95% beleuchtet am Monatsende. Am 7.6.21 wird die scheinbare Helligkeit bei Mag -3.9 liegen, der Durchmesser 10.4“ und die Phase liegt bei 94.4%.

Der Merkur kann am Ende des Juni eventuell beobachtet werden in unseren Breitengraden in der Morgendämmerung. Am 30.6.21 geht der Planet um 4h15 über den Horizont. Um den 22.6.21 herum wird die Helligkeit bei Mag 2.5 liegen, der Durchmesser beträgt 10.8“ und die Phase liegt bei 10%.

Asteroid/Planetoiden im Juni 2021

(6) Hebe. Am 15.6.21 ist Hebe von etwa 23h30 bis um ~3h15 über den Horizont. Die Helligkeit des Objektes ist Mag ~9.4 -> 8.9 im Sternbild Adler. Sie benötigen einen guten Feldstecher mit einer Öffnung ab 50-60mm zur direkten Beobachtung. Die Position ist RA = 20h 02m 25s, die Dec = -7° 12‘ 09“ am 15.6.21.

(4) Vesta. Am 4.3.21 war das Objekt in Opposition zur Sonne. Zu beobachten ist sie im Sternbild Löwe und Jungfrau um Mitternacht herum bei einer scheinbaren Helligkeit von Mag 7.7 am Monatsende. Damit ist sie mit einem kleineren Feldstecher ab 40mm Öffnung gut zu beobachten. Der mittlere Durchmesser des Objektes beträgt etwa 525 KM. Die Kulmination am 15.6.21 ist 19h08. Die Position ist RA = 11h 23m 00s, die Dec= +12° 10‘ 11“ am 15.6.21.

Veränderliche Sterne

Bei dem δ Cep im Sternbild Cepheus variiert die Helligkeit zwischen Mag 3.48 bis Mag 4.37 mit einer Periode von P=5.366 Tage. Die Koordinaten sind RA = 22h 29m 10s, Dec= +58Grad 24‘ 54“. Am zum Beispiel 16.6.21 um 1h10 ist der Bedeckungsveränderliche im Maximum. Eine Schätzung oder Messung der Helligkeit sollte einmal pro Nacht über mehrere Tage durchgeführt werden mit einem Feldstecher ab 20mm Öffnung und dokumentiert werden.

Bei den RR Lyr im Sternbild Leier variiert die Helligkeit zwischen Mag 7.1 bis Mag 8.2 mit einer Periode von P=0.5669 Tage. Die Position ist RA = 19h 25m 27s, Dec= +42Grad 47‘ 04“. Am 14.6.21 um 0h50 ist das Objekt im Maximum. Eine Schätzung der Helligkeit sollte 2-3 mal pro Nacht durchgeführt werden mit einem Feldstecher ab 40mm Öffnung und dokumentiert werden.

Sternbedeckung durch den Mond

Am 24.6.21 ab ~1h27 (Eintritt) des Sterns HIP84970 mit Mag 3.3, der Positionswinkel ist 68 Grad am Mondrand mit einem K-Wert von 0.99+ (zunehmende Phase). Das bloße Auge oder ein Feldstecher ab 20mm Öffnung ist passend zur Beobachtung.

Am 24.6.21 ab ~2h28 (Austritt) des Sterns HIP84970 mit Mag 3.3, der Positionswinkel ist 310 Grad am Mondrand mit einem K-Wert von 0.99+ (zunehmende Phase). Das bloße Auge oder ein Feldstecher ab 20mm Öffnung ist passend zur Beobachtung.

Am 27.6.21 ab ~4h07 (Austritt) Bedeckung durch den Mond des Sterns HIP101997 mit Mag 6.4, der Positionswinkel ist 263 Grad am Mondrand mit einem K-Wert von 0.93- (abnehmende Phase). Ein Feldstecher ab 40mm Öffnung ist passend zur Beobachtung.

Kometen

Der Komet C/2020 T2 (PALOMAR) bewegt sich westlich von Arktur nach Süden. Er ist am Monatsanfang vor Mitternacht relativ hoch am Himmel zu entdecken mit über 40 Grad über dem Horizont. Zu sehen ist er eventuell mit einem Teleskop (ab 200mm Öffnung) mit einer scheinbaren Helligkeit von ~Mag 12 im Juni. Am Ende des Monats ist er allerdings nur noch 25 Grad über dem Horizont. Am 13.6.21 steht er, zum Beispiel, der Galaxie NGC 5293 sehr nahe.

Besondere Ereignisse im Juni 2021

Am 1.6.21 morgens um 2h kann man den Mond sehen mit einer Libration in der Länge von 7 Grad 47‘. Damit ist der Ostrand sehr gut sichtbar.

Am 2.6.21 bedeckt (456) Abnoba mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 11.5 den Stern UCAC4396-071033 um etwa 1h49 mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 11.5 für etwa 4 sec. Der Helligkeitsunterschied wurde mit Mag 1.1 berechnet.

Am 8.6.21 bedeckt (12) Victoria mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 9.8 den Stern TYC5189-00339-1 um etwa 3h58 mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 9.4 für etwa 17.8 sec. Der Helligkeitsunterschied wurde mit Mag 0.9 berechnet.

Am 10.6.21 ist eine partielle Sonnenfinsternis in Deutschland zu sehen. Für den Standort Frankfurt berechnet sind die Daten wie folgt…Beginn der Finsternis um etwa 11h26, die Höhe der Sonne ist dann 54 Grad, die maximale Finsternis ist dann um 12h25 bei einer Höhe der Sonne von 61 Grad, und das Ende der Finsternis ist dann um 13h27.

Am 19.6.21 bedeckt (2357) Phereclos mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 11.2 den Stern TYC6273-01107-1 um etwa 1h05 mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 11.2 für etwa 6.3 sec. Der Helligkeitsunterschied wurde mit Mag 4.4 berechnet.

Am 28.6.21 morgens um 3h gibt es ein „Dreieck“ am Himmel aus Jupiter, Mond und Saturn.

Am 29.6.21 morgens um 4h kann man den Mond sehen mit einer Libration in der Breite von 7 Grad 66‘. Damit ist der Nordrand sehr gut sichtbar.

Im Juni generell ist wieder mit leuchtenden Nachtwolken zu rechnen. Ab etwa 90 – 120 Minuten nach Sonnenuntergang sollten Sie Richtung Nordwesten schauen zur Beobachtung.

Ansonsten sind diverse Kugelsternhaufen in den Sternbildern Herkules, Jagdhunde, Schlangenträger und Schlange zu beobachten sowie Ringnebel in der Leier. Ab etwa 23h ist die Milchstraße gut zu beobachten bis zum 13.6.21.

Sonne. Größere Sonnenflecken und Gruppen wurden in den letzten Wochen / Tagen beobachtet im neuen Zyklus. In den kommenden Monaten wird die Sonnenfleckenrelativzahl wahrscheinlich langsam ansteigen. Eventuell kleinere Gruppen und / oder H-alpha Objekte am Sonnenrand sowie Sonnenfackeln könnten beobachtet werden. Im März 2021 war die Sonnenfleckenrelativzahl bei R=16.8, konnte sich also im Vergleich zum Vormonat leicht steigern. Für Juni 2021 wurde eine Prognose von ~R=30 – 40 erstellt.

UR

Beobachtungsobjekte Mai 2021

Mondphasen

Das letzte Viertel wurde am 3.5.21 erreicht. Neumond ist dann am 11.5.21. Das erste Viertel wird am 19.5.21 erreicht sein. Am 26.5.21 ist dann wieder Vollmond.

Feldstecher Objekte im Mai 2021

M92 ist ein Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules. Die scheinbare Größe am Himmel beträgt 14‘. Die relative Helligkeit beträgt Mag 6.5, daher ist das Objekt kaum mit bloßem Auge zu sehen. Mit einem Feldstecher ab etwa 10x50mm ist der Kugelsternhaufen gut zu erkennen. Ab 100mm Öffnung des Feldstechers sind eventuell auch einzelne Sterne des Sternhaufens erkennbar. Das Objekt ist etwa 27000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=17h 17m 07s und Dek= +43°08‘11“. Im Jahre 1777 wurde er von J. E. Bode entdeckt.

NGC 4147 ist ein Kugelsternhaufen im Sternbild Haar der Berenike. Er ist rund 60000 Lichtjahre von uns entfernt mit einem Durchmesser von etwa 100 Lichtjahren. Mit etwa Mag 10.4 ist er nicht mit bloßem Auge erkennbar. Das Objekt wirkt er kleiner, kompakt und auch als rundliche, neblige „Aufhellung“. Die Winkelausdehnung am Himmel beträgt 4.4‘. Mit einem großen Feldstecher (ab 15x70mm) ist er erkennbar. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=12h 10m 06s und Dek= +18°32‘32“. Im Jahre 1784 wurde er von W. Herschel entdeckt.

M13, ein Kugelsternhaufen, ist im Sternbild Herkules zu finden. Die scheinbare Größe am Himmel beträgt ~8‘. Die relative Helligkeit beträgt Mag 5.7. Mit einem Feldstecher ab etwa 10x50mm ist der Sternhaufen gut zu erkennen als kugelförmiges und nebliges Objekt.  Ab etwa 100mm Öffnung des Feldstechers sind im Randbereich eventuell einzelne Sterne erkennbar. Das Objekt ist etwa 25000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=16h 41m 07s und Dek= +36°28‘. Im Jahre 1714 wurde er von E. Halley entdeckt.

Deep sky tour

NGC 4725 ist eine Balkenspiralgalaxie mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 9.5 im Sternbild Haar der Berenike. Ab 100mm Öffnung des Teleskops ist die Galaxie zu finden mit leichten Strukturen des Objektes. Ab 250mm Öffnung sind auch die äußeren Strukturen besser erkennbar sowie die Balkenstruktur. Die zu wählende Vergrößerung am Teleskop sollte mindestens 100-fach bis 200-fach sein. Der Durchmesser der Galaxie beträgt etwa 170000 Lichtjahre. Die scheinbare Größe am Himmel beträgt 11’x 7.4‘. Entdeckt wurde das Objekt 1785 durch W. Herschel. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=12h 50m 26s und Dek= +25 Grad 30‘ 03“.

NGC 4298 ist eine Spiralgalaxie mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag ~12 im Sternbild Haar der Berenike. Ab 125mm Öffnung des Teleskops ist die Galaxie zu finden mit leichten Strukturen des Objektes. Ab 300mm Öffnung sind auch die anderen Strukturen besser erkennbar. Die zu wählende Vergrößerung am Teleskop sollte mindestens 100-fach bis 250-fach sein. Der Durchmesser der Galaxie beträgt etwa 45000 Lichtjahre. Die scheinbare Größe am Himmel beträgt 3.2’x 1.9‘. Entdeckt wurde das Objekt 1784 durch W. Herschel. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=12h 21m 32s und Dek= +14 Grad 36‘ 22“.

Meteore im Mai 2021

Aquariiden (031 ETA). Die Aktivität der Aquariiden geht vom 19.4.21 bis zum 28.5.21 Das Maximum wird am 6.5.21 erreicht sein. Dieser Strom ist, wie die Orioniden im Oktober, eng mit Komet 1P/Halley assoziiert. Es bleiben etwa 1 – 1.5h vor Sonnenaufgang zur Beobachtung. Der ZHR beträgt 40-85/h (Stündliche Zenitrate (von engl.: Zenithal Hourly Rate) – eine berechnete Anzahl von Meteoren eines Stromes die ein Beobachter unter Standardbedingungen sieht mit unbegrenztem Blickfeld, Radiant im Zenit und einer Grenzgröße Mag +6.5. Der Radiant liegt bei: α = 338°, δ = -1°. Die Objekte erscheinen eher „schneller“ am Himmel mit V∞ = 66 km/s. Video/CCD/CMOS-kameras sind dafür ebenfalls gut geeignet sowie DSLR Kameras. Meteor Scattering kann ebenfalls eingesetzt werden. Visuelles beobachten ist hier auch trotzdem dringend empfohlen.

Lyriden (145 ELY). Vom 03 – 14.5.21 sind die Objekte zu beobachten. Das Maximum wird am 22.4.21 erreicht sein. Die Lyriden sind fast die ganze Nacht zu beobachten. Der sogenannte Radiant ist zwischen dem Sternbild Leier und Schwan. Der Radiant liegt bei: α = 287° oder 19h10m, δ = +44°. Die Objekte erscheinen eher „etwas schneller“ am Himmel mit V∞ = 44 km/s. Der ZHR beträgt 3/h (von engl.: Zenithal Hourly Rate) – eine berechnete Anzahl von Meteoren eines Stromes die ein Beobachter unter Standardbedingungen sieht mit unbegrenztem Blickfeld, Radiant im Zenit und einer Grenzgröße Mag +6.5. Video/CCD/CMOS-kameras sind dafür ebenfalls gut geeignet sowie DSLR Kameras. Meteor Scattering kann ebenfalls eingesetzt werden. Visuelles beobachten ist hier auch trotzdem empfohlen. Dieser Meteorstrom ist mit dem Kometen C/1983 H1IRAS-Araki-Alcock assoziiert.

Planeten im Mai 2021

Der Mars erscheint bis morgens um ~0h27 (MESZ) am Ende des Monats, ist also die erste Nachthälfte zu beobachten. Die Helligkeit sinkt auf Mag ~1.7 Monatsende. Der scheinbare Durchmesser des Planeten fällt allerdings auf nur noch ~4.5“ am 8.5.21. Die Phase am 8.5.21 beträgt ~93.3% Beleuchtungsgrad.

Jupiter ist ein Planet des Morgenhimmels im Mai. Zu sehen sein wird er im Sternbild Wassermann. Am 1.5.21 wird er circa um 3h45 über dem Osthorizont aufgehen, am 31.5.21 bereits um 1h54. Die scheinbare Helligkeit wird dann etwa Mag -2.4 sein. Der scheinbare Durchmesser wird etwa 41.2“ sein am Ende des Monats.

Der Ringplanet Saturn ist im Mai ein Planet der zweiten Nachthälfte und zu finden im Sternbild Steinbock. Am 1.5.21 ging der Planet um 3h10 über den Horizont im Südosten. Die scheinbare Helligkeit wird dabei Mag 0.6 sein. Anfang Mai 2021 ist der scheinbare Planetendurchmesser etwa 15“. Die Ringöffnung beträgt 17°.

Der Neptun ist im Mai kaum zu beobachten. Er stand am 11.3.21 in Konjunktion mit der Sonne. Am Monatsende geht er etwa um 2h36 über den Horizont, bis aber genügend Höhe über dem Horizont erreicht ist wird es zu hell sein.

Uranus ist im Mai nicht zu beobachten. Er stand am 30.4.21 in Konjunktion mit der Sonne und ist somit am Taghimmel.

Die Venus kann ab Mitte Mai einige Minuten beobachtet werden bevor sie unter den Horizont geht. Sie stand am 26.3.21 in Konjunktion zur Sonne. Am 15.5.21 geht die Venus um 22h10 und um 22h48 zum Ende des Monats unter den Horizont. Die 10“ große Venusscheibe ist allerdings zu fast 95 – 100% beleuchtet. Am 8.5.21 wird die scheinbare Helligkeit bei Mag -3.9 liegen, der Durchmesser 9.9“ und die Phase liegt bei 98.2%.

Der Merkur kann im ersten Drittel des Mai beobachtet werden in unseren Breitengraden unterhalb des Sternbildes Fuhrmann. Anfang des Monats geht der Planet um 22h04 unter den Horizont. Am 15.5.21 geht er um 23h09 unter den Horizont. Um den 8.5.21 herum wird die Helligkeit bei Mag -0.5 liegen, der Durchmesser beträgt 6.5“ und die Phase liegt bei 62.5%.

Asteroid/Planetoiden im Mai 2021

(6) Hebe. Am 15.5.21 geht Hebe um ~0h31 über den Horizont. Die Helligkeit des Objektes ist Mag ~10 -> 9.6 im Sternbild Adler. Sie benötigen einen guten Feldstecher mit einer Öffnung ab 50-60mm zur direkten Beobachtung. Die Position ist RA = 19h 55m 03s, die Dec = -7° 52‘ 00“ am 6.5.21.

(4) Vesta. Am 4.3.21 war das Objekt in Opposition zur Sonne. Zu beobachten ist sie im Sternbild Löwe bei einer scheinbaren Helligkeit von Mag 7.4 am Monatsende. Damit ist sie mit einem kleineren Feldstecher ab 40mm Öffnung gut zu beobachten. Der mittlere Durchmesser des Objektes beträgt etwa 525 KM. Die Kulmination am 15.5.21 ist 20h42. Die Position ist RA = 10h 50m 42s, die Dec= +17° 27‘ 46“ am 6.5.21.

Veränderliche Sterne

Bei dem δ Cep im Sternbild Cepheus variiert die Helligkeit zwischen Mag 3.48 bis Mag 4.37 mit einer Periode von P=5.366 Tage. Die Koordinaten sind RA = 22h 29m 10s, Dec= +58Grad 24‘ 54“. Am zum Beispiel 30.5.21 um 22h50 ist der Bedeckungsveränderliche im Maximum. Eine Schätzung oder Messung der Helligkeit sollte einmal pro Nacht über mehrere Tage durchgeführt werden mit einem Feldstecher ab 20mm Öffnung und dokumentiert werden.

Bei den RR Lyr im Sternbild Leier variiert die Helligkeit zwischen Mag 7.1 bis Mag 8.2 mit einer Periode von P=0.5669 Tage. Die Position ist RA = 19h 25m 27s, Dec= +42Grad 47‘ 04“. Am 11.5.21 um 0h40 ist das Objekt im Maximum. Eine Schätzung der Helligkeit sollte 2-3 mal pro Nacht durchgeführt werden mit einem Feldstecher ab 40mm Öffnung und dokumentiert werden.

Sternbedeckung durch den Mond

Am 17.5.21 ab ~0h39 (Eintritt) des Sterns HIP37165 mit Mag 6.4, der Positionswinkel ist 85 Grad am Mondrand mit einem K-Wert von 0.23+ (zunehmende Phase). Ein Feldstecher ab 30mm Öffnung ist passend zur Beobachtung.

Am 21.5.21 ab ~0h33 (Eintritt) Bedeckung durch den Mond des Sterns HIP54356 mit Mag 7.3, der Positionswinkel ist 181 Grad am Mondrand mit einem K-Wert von 0.62+ (zunehmende Phase). Ein Feldstecher ab 40mm Öffnung ist passend zur Beobachtung.

Kometen

Der Komet C/2020 T2 (PALOMAR) bewegt sich durch die Sternbilder Jagdhunde, Bootes und dem Haar der Berenike. Er ist vor Mitternacht relativ hoch am Himmel zu entdecken. Zu sehen ist er eventuell mit einem Teleskop (ab 150mm – 200mm Öffnung) mit einer scheinbaren Helligkeit von ~Mag 12 – 12.5 im Mai. Am 16.5.21 steht er, zum Beispiel, dem Sternhaufen M3 sehr nahe.

Besondere Ereignisse im Mai 2021

Am 6.5.21 bedeckt (1244) Deira mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 15.9 den Stern HIP 42594 um etwa 23h mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 7.6 für etwa 1.4 sec. Der Helligkeitsunterschied wurde mit Mag 8.3 berechnet.

Am 6.5.21 morgens um 7h kann man den Mond sehen mit einer Libration in der Breite von 7 Grad 67‘. Damit ist der Nordrand sehr gut sichtbar.

Am 13.5.21 abends ist die nur zu 3% beleuchtete Mondscheibe nur 2.7 Grad vom Merkur entfernt mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 0.2. Der Mond, der Merkur und die Venus bilden ein Dreieck am Himmel im West-Nordwesten welches 40 Minuten nach Sonnenuntergang zu sehen sein könnte.

Am 14.5.21 gibt es ein Ereignis welches nicht ganz leicht zu beobachten ist bei Jupiters Monden. Zwischen 3h43UT und 3h53 UT wird Ganymeds Schatten den Io „kreuzen“.

Am 18/19.5.21 gegen Mitternacht sollte man den Mondeffekt „clair obscur“ betrachten. Man spricht hier von dem X und V Effekt. Man sollte den Terminator des Mondes beobachten um diesen „Buchstabeneffekt“ zu sehen.

Ab dem 24.5.21 ist wieder mit leuchtenden Nachtwolken zu rechnen. Ab etwa 90 – 120 Minuten nach Sonnenuntergang sollten Sie Richtung Nordwesten schauen zur Beobachtung.

Am 26.5.21 erwarten wir einen „Supermond“. Da ist er etwa neun Stunden nach seinem Perigäum, daher erscheint er optisch größer.

Am 28.5.21 abends um etwa 22h20 befindet sich die Venus nur etwa 0.5 Grad westlich vom Merkur zur Beobachtung.

Am 29.5.21 gibt es ein Ereignis welches nicht ganz leicht zu beobachten ist bei Jupiters Monden. Zwischen 2h27UT und 3h17 UT wird Ganymeds Schatten den Io „kreuzen“.

Sonne. Größere Sonnenflecken und Gruppen wurden in den letzten Wochen / Tagen beobachtet im neuen Zyklus. In den kommenden Monaten wird die Sonnenfleckenrelativzahl wahrscheinlich langsam ansteigen. Eventuell kleinere Gruppen und / oder H-alpha Objekte am Sonnenrand sowie Sonnenfackeln könnten beobachtet werden. Im Februar 2021 war die Sonnenfleckenrelativzahl bei nur noch R=8.7, konnte sich also im Vergleich zum Vormonat nicht steigern. Für Mai 2021 wurde eine Prognose von ~R=30 – 35 erstellt.

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Nova 2021 in der Kassiopeia

Im Sternbild Kassiopeia gibt es eine neue „helle“ Nova. Yuji Nakamura aus Japan entdeckte das Objekt mit einer Helligkeit von Mag 9,6 auf vier Bildern die er am 18.3.21 mit einem 135-mm-Objektiv aufgenommen hatte. Vier Tage zuvor war an dem Ort bis zur Mag 13 nichts sichtbar. Momentan ist sie etwa Mag 8.0 hell, damit ein Objekt für Feldstecher ab 40mm Öffnung.

Innerhalb eines Tages erhielt Nova Kassiopeia 2021 die dauerhafte Bezeichnung V1405 Cas. Das neue Objekt befindet sich bei RA=23h 24m 48s, Deklination + 61 ° 11 ′ 15 ″. Das ist ungefähr 6° nordwestlich von Caph (β Cas) der Mag 2.0 und ½ ° südlich des hellen offenen Clusters M52 ist, oder auch ½° östlich des Blasennebels (NGC 7635). Und weil die Kassiopeia bei uns zirkumpolar ist, ist die Nova die ganze Nacht sichtbar. Anbei drei Bilder zur Auffindung des Objektes. Erstellt wurden die Bilder mit einem Objektiv 135mm und einem C5 Teleskop.

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Beobachtungsobjekte April 2021

Mondphasen

Das letzte Viertel wird am 4.4.21 erreicht sein. Neumond ist dann am 12.4.21. Das erste Viertel wird am 20.4.21 erreicht sein. Am 27.4.21 ist dann wieder Vollmond.

Feldstecher Objekte im April 2021

M53 ist ein Kugelsternhaufen im Sternbild Coma Berenices (Haar der Berenike). Die scheinbare Größe am Himmel beträgt 13‘. Die relative Helligkeit beträgt Mag 7.7, daher ist das Objekt nicht mit bloßem Auge zu sehen. Mit einem Feldstecher ab etwa 10x50mm ist der Kugelsternhaufen gut zu erkennen. Das Objekt ist etwa 58000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die gesamte Anzahl an Sternen beträgt mindestens 500000. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=13h 12m 55s und Dek= +18°10‘09“. Im Jahre 1775 wurde er von J. E. Bode entdeckt.

M3 ist ein Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde (Bootes) und zwischen dem Sternbild Coma Berenics und ist einer der hellsten am Nordhimmel. Er ist rund 34000 Lichtjahre von uns entfernt mit einem Durchmesser von etwa 125 Lichtjahren. Mit etwa Mag 6.3 ist er nicht mit bloßem Auge erkennbar, außer man hat einen sehr dunklen Beobachtungsstandort. Die Winkelausdehnung am Himmel beträgt 18‘. Mit dem Feldstecher (ab 7x40mm) ist er leicht erkennbar ab 21h30, da er sich dann weit genug über dem Horizont befindet. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=13h 42m 11s und Dek= +28°22‘38“. Im Jahre 1764 wurde er von C. Messier entdeckt.

Melotte 111, ein offener Sternhaufen, ist im Sternbild Coma Berenices (Haar der Berenike). Die scheinbare Größe am Himmel beträgt ~6°. Die relative Helligkeit beträgt Mag 1.8, daher ist das Objekt mit bloßem Auge zu sehen. Mit einem Feldstecher ab etwa 10x50mm ist der Sternhaufen gut zu erkennen mit etwa 30 einzelnen Sternen. Das Objekt ist etwa 280 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=12h 25m 06s und Dek= +26°06‘. Im Jahre 1915 wurde er von P. J. Melotte in den Sternenkatalog integriert.

Deep sky tour

M63 ist eine Spiralgalaxie (auch sunflower Galaxy genannt) mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 8.6 im Sternbild Jagdhunde. Allerdings wird ein Teleskop von mindestens 200mm Öffnung oder grösser von Nöten sein um das Objekt als „verwaschene“ Galaxie zu erkennen mit wenigen Details. Die Galaxie erscheint elliptisch im Teleskop. Die zu wählende Vergrößerung am Teleskop sollte mindestens 150-fach bis 250-fach sein. Die scheinbare Größe am Himmel beträgt 12.6’x 7.2‘. Entdeckt wurde das Objekt bereist 1779 durch P. Méchain. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=13h 15m 49s und Dek= +42 Grad 01‘ 45“.

NGC 4490 ist eine Balkenspiralgalaxie mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 9.5 im Sternbild Jagdhunde. Ab 150mm Öffnung des Teleskops ist die Galaxie zu finden mit leichten Strukturen im Zentralbereich des Objektes. Ab 300mm Öffnung sind auch die äußeren Strukturen besser erkennbar. Die zu wählende Vergrößerung am Teleskop sollte mindestens 150-fach bis 200-fach sein. Der Durchmesser der Galaxie beträgt etwa 50000 Lichtjahre. Die scheinbare Größe am Himmel beträgt 6.4’x 3.2‘. Entdeckt wurde das Objekt 1788 durch W. Herschel. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=12h 30m 36s und Dek= +41 Grad 38‘ 38“.

Meteore im April 2021

Aquariiden (031 ETA). Die Aktivität der Aquariiden geht vom 19.4.21 bis zum 28.5.21 Das Maximum wird am 6.5.21 erreicht sein. Dieser Strom ist, wie die Orioniden im Oktober, eng mit Komet 1P/Halley assoziiert. Es bleiben etwa 1 – 1.5h vor Sonnenaufgang zur Beobachtung. Der ZHR beträgt 40-85/h (Stündliche Zenitrate (von engl.: Zenithal Hourly Rate) – eine berechnete Anzahl von Meteoren eines Stromes die ein Beobachter unter Standardbedingungen sieht mit unbegrenztem Blickfeld, Radiant im Zenit und einer Grenzgröße Mag +6.5. Der Radiant liegt bei: α = 338°, δ = -1°. Die Objekte erscheinen eher „schneller“ am Himmel mit V∞ = 66 km/s. Video/CCD/CMOS-kameras sind dafür ebenfalls gut geeignet sowie DSLR Kameras. Meteor Scattering kann ebenfalls eingesetzt werden. Visuelles beobachten ist hier auch trotzdem dringend empfohlen. 

Lyriden (006 LYR, auch als April Lyriden bezeichnet). Vom 16-24.4.21 sind die Objekte zu beobachten. Das Maximum wird am 22.4.21 erreicht sein. Die Lyriden sind am besten zwischen 22h – 4h zu beobachten. Der sogenannte Radiant ist im Sternbild Leier. Der Radiant liegt bei: α = 19h05, δ = +34°. Die Objekte erscheinen eher etwas „schneller“ am Himmel mit V∞ = 50 km/s. Der ZHR beträgt 10-20/h, gelegentlich >100/h (Stündliche Zenitrate (von engl.: Zenithal Hourly Rate) – eine berechnete Anzahl von Meteoren eines Stromes die ein Beobachter unter Standardbedingungen sieht mit unbegrenztem Blickfeld, Radiant im Zenit und einer Grenzgröße Mag +6.5. Video/CCD/CMOS-kameras sind dafür ebenfalls gut geeignet sowie DSLR Kameras. Meteor Scattering kann ebenfalls eingesetzt werden. Visuelles beobachten ist hier auch trotzdem dringend empfohlen.

Planeten im April 2021

Der Mars erscheint bis morgens um ~1h23 (MESZ) am Ende des Monats, ist also die erste Nachthälfte zu beobachten. Die Helligkeit sinkt auf Mag ~1.5 Monatsende. Der scheinbare Durchmesser des Planeten fällt allerdings auf nur noch ~4.8“. Die Phase am 23.4.21 beträgt ~92.9% Beleuchtungsgrad.

Jupiter ist ein Planet des Morgenhimmels im April. Zu sehen sein wird er im Sternbild Steinbock / Wassermann. Am 1.4.21 wird er circa um 5h32 über dem Osthorizont aufgehen, am 30.4.21 bereits um 3h49. Die scheinbare Helligkeit wird dann Mag -2.2 sein. Der scheinbare Durchmesser wird etwa 36.6“ sein am 23.4.21.

Der Ringplanet Saturn ist im April ein Planet des Morgenhimmels und zu finden im Sternbild Steinbock. Am 15.4.21 geht der Planet um 4h11 über den Horizont im Südosten. Die scheinbare Helligkeit wird dabei Mag 0.7 sein. Am 23.4.21 ist der scheinbare Planetendurchmesser etwa 16.5“ und die Ringgröße etwa 37.2“. Die Ringöffnung beträgt 17°.

Der Neptun ist im April nicht zu beobachten. Er stand am 11.3.21 in Konjunktion mit der Sonne.

Uranus ist im April nicht zu beobachten. Er steht am 30.4.21 in Konjunktion mit der Sonne.

Die Venus kann im April nicht beobachtet werden. Sie stand am 26.3.21 in Konjunktion zur Sonne.

Der Merkur kann im April ebenfalls nicht so gut beobachtet werden in unseren Breitengraden. Man kann allerdings versuchen am 26.4.21 die Konjunktion mit der Venus mit einem Feldstecher zu beobachten, da zieht der Merkur nur 1°18‘ nördlich an der Venus vorbei.

Asteroid/Planetoiden im April 2021

(9) Metis. Am 4.4.21 ist Metis um ~2h03 am höchsten über dem Horizont. Die Helligkeit des Objektes ist Mag ~9.5 -> 10 im Sternbild Jungfrau. Sie benötigen einen guten Feldstecher mit einer Öffnung ab 50-60mm zur direkten Beobachtung. Die Position ist RA = 13h 04m 07s, die Dec= +1° 17‘ 40“ am 6.4.21.

(4) Vesta. Am 4.3.21 war das Objekt in Opposition zur Sonne. Zu beobachten ist sie im Sternbild Löwe bei einer scheinbaren Helligkeit von Mag 7.0 am Monatsende. Damit ist sie mit einem kleineren Feldstecher ab 40mm Öffnung gut zu beobachten. Der mittlere Durchmesser des Objektes beträgt etwa 525 KM. Die Kulmination am Monatsende ist 21h44. Die Position ist RA = 10h 52m 23s, die Dec= +18° 43‘ 06“ am 6.4.21.

Veränderliche Sterne

Bei dem δ Cep im Sternbild Cepheus variiert die Helligkeit zwischen Mag 3.48 bis Mag 4.37 mit einer Periode von P=5.366 Tage. Die Koordinaten sind RA = 22h 29m 10s, Dec= +58Grad 24‘ 54“. Am zum Beispiel 18.4.21 um 00h30 ist der Bedeckungsveränderliche im Maximum. Eine Schätzung oder Messung der Helligkeit sollte einmal pro Nacht über mehrere Tage durchgeführt werden mit einem Feldstecher ab 20mm Öffnung und dokumentiert werden.

Bei dem Stern RZ Cas im Sternbild Kassiopeia handelt es sich um einen kurzperiodischen bedeckungsveränderlichen Stern, also ein Doppelsternsystem. Die scheinbare Helligkeit schwankt zwischen Mag 6.18 – 7.72. Die Periode ist P=1.195 Tage von Maximum zu Minimum. Die Beobachtung erfolgt am besten mit einem Feldstecher ab 40mm Öffnung. Die Hauptminimum dauert nur 4.9 Stunden, und in dieser Zeit ändert sich stetig die Helligkeit und damit die Lichtkurve. Ein Minimum zum Beispiel ist am 27.4.21 um 00h30. Die Koordinaten sind RA=2h 48m 55,5s und Dek= +69Grad 38‘ 03“.

Sternbedeckung durch den Mond

Am 15.4.21 ab ~22h41 (Eintritt) des Sterns 21 ω Tauri (SAO76532) mit Mag 4.9, der Positionswinkel ist 13 Grad am Mondrand mit einem K-Wert von 0.12+ (zunehmende Phase). Ein Feldstecher ab 30mm Öffnung ist passend zur Beobachtung.

Am 30.4.21 ab ~3h59 (Eintritt) Bedeckung durch den Mond des Sterns 42 ύ Oph(HIP84970) mit Mag 3.3, der Positionswinkel ist 82 Grad am Mondrand mit einem K-Wert von 0.88- (abnehmende Phase). Ein Feldstecher ab 20mm Öffnung ist passend zur Beobachtung.

Kometen

Der Komet C/2020 R4 (ATLAS) bewegt sich durch die Sternbilder Adler, Herkules, Krone, Bootes und dann Jagdhunde. Er ist am Abendhimmel voraussichtlich dann zu bewundern. Zu sehen ist er eventuell mit einem guten Feldstecher oder Teleskop (ab 100mm Öffnung) mit einer scheinbaren Helligkeit von ~Mag 9 – 10 im April. Am 6.4.21 steht er, zum Beispiel, der Delta Aquilae sehr nahe.

Besondere Ereignisse im April 2021

Bis zum 12.4.21 ist das Zodiakallicht eventuell günstig zu beobachten. Diese Aufhellungen, die kegelförmig erscheinen über dem Sonnenuntergangspunkt, kann man in dem Zeitraum ab etwa 21h nach Sonnenuntergang beobachten.

Am 5.4.21 bedeckt (515) Athalia mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 16.6 den Stern TYC 1372-01216-1 mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 10 für etwa 2.8 sec. Der Helligkeitsunterschied wurde mit Mag 6.6 berechnet.

Am 6.4.21 morgens um 5h kann man den Mond sehen mit einer Libration in Länge von 6 Grad 43‘. Damit ist der Ostrand sehr gut sichtbar.

Am 7.4.21 morgens circa 40 Minuten vor Sonnenaufgang ist der Mond nur 5.5 Grad vom Jupiter mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag -1.9 entfernt. Der Mond ist dann zu 22% beleuchtet. Zu finden sind beide im Südosten vor Sonnenaufgang.

Am 12.4.21 gibt es ein Ereignis welches nicht ganz leicht zu beobachten ist. Zwischen 4h22 und 4h36 UT wird Io’s Schatten den Kallisto „kreuzen“. Der Jupiter ist da nur wenige Grad über dem Horizont im Ost-Südosten.

Am 13.4.21 ab 20h30 ist eventuell die schmale Mondsichel zu sehen.

Am 18.4.21 ab 0h15 UT wird der zu 27% beleuchtete Mond den Sternhaufen M35 mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 5.5 „bedecken“.

Am 19.4.21 ab 21h30 UT sollte man den Mondkrater Ptolemaeus betrachten. Dort sieht man dann den „Kopf und Nacken von Nessie“. Das Phänomen wird erzeugt beim Betrachten durch die Sonnenstrahlen auf der Mondoberfläche die den Krater durchdringen in Wechselwirkung mit dem Mondkrater Ammonius.

Am 21.4.21 morgens um 4h kann man den Mond sehen mit einer Libration in Länge von -8.57 Grad. Damit ist der Westrand sehr gut sichtbar.

Am 26.4.21 abends steht der Mars mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 1.5 nur 1,6 Grad nördlich des Sternhaufens M35.

Am 27.4.21 kommt es zu einem sogenannten Supermond. Er erscheint dann etwas größer als sonst bei einem Vollmond Ereignis.

Allgemein im April diverse Doppelsterne zu beobachten wie η Cassiopeia oder ԑ Bootis. Das Sternbilder Herkules und Jagdhunde zeigen uns diverse Kugelsternhaufen. Im Sternbild Jagdhunde sollte man versuchen die Galaxie M51 zu finden, die Whirlpool Galaxie. M81 und M82 sind zu beobachten im Großen Wagen.

Sonne. Größere Sonnenflecken und Gruppen wurden in den letzten Wochen / Tagen beobachtet im neuen Zyklus. In den kommenden Monaten wird die Sonnenfleckenrelativzahl wahrscheinlich langsam ansteigen. Eventuell kleinere Gruppen und / oder H-alpha Objekte am Sonnenrand sowie Sonnenfackeln könnten beobachtet werden. Im Januar 2021 war die Sonnenfleckenrelativzahl bei nur noch R=10.7, konnte sich also im Vergleich zum Vormonat nicht steigern. Für April 2021 wurde eine Prognose von ~R=30 – 40 erstellt.

UR

Beobachtungsobjekte März 2021

Mondphasen

Das letzte Viertel wird am 6.3.21 erreicht sein. Neumond ist dann am 13.3.21. Das erste Viertel wird am 21.3.21 erreicht sein. Am 28.3.21 ist dann wieder Vollmond.

Feldstecher Objekte im März 2021

M3 ist ein Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde (Bootes) und zwischen dem Sternbild Coma und ist einer der hellsten am Nordhimmel. Er ist rund 34000 Lichtjahre von uns entfernt mit einem Durchmesser von etwa 125 Lichtjahren. Mit etwa Mag 6.3 ist er nicht mit blossem Auge erkennbar, ausser man hat einen sehr dunklen Beobachtungsstandort. Die Winkelausdehnung am Himmel beträgt 18‘. Mit dem Feldstecher (ab 7x40mm) ist er leicht erkennbar ab 22h, da er dann weit genug über dem Horizont sich befindet. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=13h 42m 11s und Dek= +28°22‘38“. Im Jahre 1764 wurde er von C. Messier entdeckt.

M44 (Messier), ein offener Sternenhaufen, kann an einem guten Beobachtungsplatz als nebeliger Fleck im Sternbild Krebs beobachtet werden mit bloßem Auge. M44 enthält über 300 Sterne in den Größenklassen zwischen Mag 6 und Mag 12 und daher sind diverse davon in einem Feldstecher (10x50mm) sichtbar. Die Entfernung ist ~600 Lichtjahre. Das Alter des Sternhaufens beträgt circa 730 Millionen Jahre. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=8h 40m 4s und Dek= +19 Grad 41‘.

M67 (Messier), ein offener Sternenhaufen, kann an einem guten Beobachtungsplatz als nebeliger Fleck im Sternbild Krebs beobachtet werden mit bloßem Auge. M67 enthält über 500 Sterne (ab 70mm Öffnung des Feldstechers zu sehen als eine Art gesprenkelte Struktur) in der Größenklasse Mag 7 und daher sind einige davon in einem Feldstecher (10x50mm) sichtbar. Die Entfernung ist 3000 Lichtjahre. Das Alter des Sternhaufens beträgt circa 4 Milliarden Jahre. Die Winkelausdehnung beträgt 30‘ am Himmel. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=8h 51m 18s und Dek= +11 Grad 48‘.

Deep sky tour

NGC 2903.Im Sternbild Löwe befindet sich die hellste Galaxie dieses Sternbildes in 21 Millionen Lichtjahre Entfernung und ist etwas 80000 Lichtjahre in der Breite. Allerdings wird ein Teleskop von mindestens 200mm Öffnung oder grösser von Nöten sein um das Objekt als „verwaschene“ Galaxie zu erkennen mit wenigen Details. Der Zentralbereich erscheint langgestreckt und sieht etwas balkenförmig aus im Teleskop. Die zu wählende Vergrößerung am Teleskop sollte mindestens 150-fach bis 250-fach sein. Die scheinbare Größe am Himmel beträgt 12.6’x 6‘. Entdeckt wurde das Objekt bereist 1784 durch W. Herschel. Die scheinbare Helligkeit beträgt Mag 8.8. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=9h 32m 10,1 s und Dek= +21 Grad 30‘ 03“.

M95 ist eine Balkenspiral Galaxie mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 9.7 im Sternbild Löwe. Allerdings wird ein Teleskop von mindestens 200mm Öffnung oder grösser von Nöten sein um das Objekt als „verwaschene“ Galaxie zu erkennen mit wenigen Details. Der Zentralbereich erscheint gestreckt und sieht etwas balkenförmig aus im Teleskop. Die zu wählende Vergrößerung am Teleskop sollte mindestens 150-fach bis 250-fach sein. Die scheinbare Größe am Himmel beträgt 7.4’x 5‘. Entdeckt wurde das Objekt bereist 1784 durch P. Méchain. Die scheinbare Helligkeit beträgt Mag 8.8. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=10h 43m 57s und Dek= +11 Grad 42‘ 14“.

NGC 3412 ist eine Galaxie in Linsenform mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 10.6 im Sternbild Löwe. Ab 150mm Öffnung des Teleskops ist die Galaxie zu finden mit leichten Strukturen im Zentralbereich des Objektes. Ab 300mm Öffnung sind auch die äußeren Strukturen besser erkennbar. Die zu wählende Vergrößerung am Teleskop sollte mindestens 150-fach bis 200-fach sein. Der Durchmesser der Galaxie beträgt etwa 40000 Lichtjahre. Die scheinbare Größe am Himmel beträgt 3.7’x 2.2‘. Entdeckt wurde das Objekt bereist 1784 durch W. Herschel. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=10h 50m 53s und Dek= +13 Grad 24‘ 44“.

Meteore im März 2021

Delta Leoniden. Der Aktivität der Leoniden geht bis zum 10.3.21 Das Maximum wurde am 25.2 erreicht. Der ZHR beträgt 2/h (Stündliche Zenitrate (von engl.: Zenithal Hourly Rate) – eine berechnete Anzahl von Meteoren eines Stromes die ein Beobachter unter Standardbedingungen sieht mit unbegrenztem Blickfeld, Radiant im Zenit und einer Grenzgröße Mag +6.5. Der Radiant liegt bei: α = 11h12‘, δ = +17◦. Die Objekte erscheinen eher „langsam“ am Himmel mit V∞ = 23 km/s. Video/CCD/CMOS-kameras sind dafür ebenfalls gut geeignet sowie DSLR Kameras. Meteor Scattering kann ebenfalls eingesetzt werden. Visuelles beobachten ist hier auch trotzdem dringend empfohlen. 

Die Virginiden sind am besten um Mitternacht zu beobachten. Der sogenannte Radiant ist im Sternbild Jungfrau. Der ZHR beträgt 5/h (Stündliche Zenitrate (von engl.: Zenithal Hourly Rate) – eine berechnete Anzahl von Meteoren eines Stromes die ein Beobachter unter Standardbedingungen sieht mit unbegrenztem Blickfeld, Radiant im Zenit und einer Grenzgröße Mag +6.5. Video/CCD/CMOS-kameras sind dafür ebenfalls gut geeignet sowie DSLR Kameras. Meteor Scattering kann ebenfalls eingesetzt werden. Visuelles beobachten ist hier auch trotzdem dringend empfohlen.

Die Anthelionquelle ist am besten zwischen dem 10 – 20.3.21 zu beobachten zwischen den Sternbildern Jungfrau und Löwe, da der Mond dann in der Neumonddekade ist. Der ZHR beträgt 1-3/h (Stündliche Zenitrate (von engl.: Zenithal Hourly Rate) – eine berechnete Anzahl von Meteoren eines Stromes die ein Beobachter unter Standardbedingungen sieht mit unbegrenztem Blickfeld, Radiant im Zenit und einer Grenzgröße Mag +6.5. Die Objekte erscheinen eher „langsamer“ am Himmel mit V∞ = 20 – 40 km/s. Video/CCD/CMOS-kameras sind dafür ebenfalls gut geeignet sowie DSLR Kameras. Meteor Scattering kann ebenfalls eingesetzt werden. Visuelles beobachten ist hier auch trotzdem dringend empfohlen. 

Planeten im März 2021

Der Mars erscheint bis morgens um ~1h57 (MESZ) am Ende des Monats. Die Helligkeit sinkt auf Mag 1.3 Monatsende. Der scheinbare Durchmesser des Planeten fällt auf ~5.3“. Die Phase am 25.3.21 beträgt ~90.9% Beleuchtungsgrad, der Durchmesser an dem Tag ist 5.5“.

Jupiter ist ein Planet der im März ab etwa dem 15.3.21 zu sehen sein wird im Sternbild Steinbock. Da wird er circa um 5h31 über dem Osthorizont aufgehen. Die scheinbare Helligkeit wird dann Mag -2.0 sein. Bis zum Ende des Monats verfrüht sich der Aufgang des Jupiters auf 5h35 (MESZ) dann.

Der Ringplanet Saturn ist im März im Sternbild Steinbock zu finden. Am 15.3.21 geht der Planet um 5h06 über den Horizont im Südosten. Die scheinbare Helligkeit wird dabei Mag 0.7 sein. Am 10.3.21 ist der scheinbare Planetendurchmesser etwa 15.6“ und die Ringgröße etwa 35.0“.

Der Neptun ist im März nicht zu beobachten. Er steht am 11.3.21 in Konjunktion mit der Sonne.

Uranus kann im März im Sternbild Widder beobachtet werden in der ersten Nachthälfte. Die Untergangszeiten sind am 1.3.21 um 23h13, am 31.3.21 bereits um 22h23 (MESZ). Die scheinbare Helligkeit beträgt Mag 5.9. Der scheinbare Durchmesser des Planeten beträgt allerdings nur 3.4“ am 10.3.21.

Die Venus kann im März nicht beobachtet werden. Sie steht am 26.3.21 in Konjunktion zur Sonne.

Der Merkur kann im März ebenfalls nicht so gut beobachtet werden in unseren Breitengraden. Man kann allerdings versuchen am 5.3.21 die Konjunktion mit Jupiter zu beobachten, da zieht der Merkur nur 20‘ nördlich am Jupiter vorbei. Der Merkur geht am 5.3.21 um 6h03 über den Horizont bei einer scheinbaren Helligkeit von Mag 0.1.

Asteroid/Planetoiden im März 2021

(15) Eunomia. Am 1.3.21 ist Eunomia um ~21h34 am höchsten über dem Horizont. Die Helligkeit des Objektes ist Mag ~9.5 -> 10 im Sternbild Zwillinge. Sie benötigen einen guten Feldstecher mit einer Öffnung ab 50-60mm zur direkten Beobachtung. Die Position ist RA = 07h 42m 07s, Dec= +15Grad 58‘ 20“ am 7.3.21. Damit ist sie bis circa drei Stunden vor der Morgendämmerung sichtbar.

(4) Vesta. Am 4.3.21 steht das Objekt in Opposition zur Sonne und ist damit die ganze Nacht zu beobachten im Sternbild Löwe bei einer scheinbaren Helligkeit von Mag 5.9. Damit ist sie mit einem kleineren Feldstecher ab 30mm Öffnung gut zu beobachten. Der mittlere Durchmesser des Objektes beträgt etwa 525 KM. Die Position ist RA = 11h 16m 21s, Dec= +16Grad 25‘ 44“ am 7.3.21.

Veränderliche Sterne

Bei dem BM Ori im Sternbild Orion variiert die Helligkeit zwischen Mag 7.9 bis Mag 8.6 mit einer Periode von P=6.471 Tage. Die Koordinaten sind RA = 05h 35m 16s, Dec= -5Grad 23‘ 07“. Am zum Beispiel 8.3.21 um 19h ist der Bedeckungsveränderliche im Minimum. Eine Schätzung oder Messung der Helligkeit sollte einmal pro Nacht über mehrere Tage durchgeführt werden mit einem Feldstecher ab 50mm Öffnung und dokumentiert werden.

Bei dem Stern RZ Cas im Sternbild Kassiopeia handelt es sich um einen kurzperiodischen bedeckungsveränderlichen Stern, also ein Doppelsternsystem. Die scheinbare Helligkeit schwankt zwischen Mag 6.18 – 7.72. Die Periode ist P=1.195 Tage von Maximum zu Minimum. Die Beobachtung erfolgt am besten mit einem Feldstecher ab 40mm Öffnung. Die Hauptminimum dauert nur 4.9 Stunden, und in dieser Zeit ändert sich stetig die Helligkeit und damit die Lichtkurve. Ein Minimum zum Beispiel ist am 8.3.21 um 23h30. Die Koordinaten sind RA=2h 48m 55,5s und Dek= +69Grad 38‘ 03“.

Sternbedeckung durch den Mond

Am 4.3.21 ab ~5h30 (Austritt) des Sterns 21 v Lib (HIP73945) mit Mag 5.2, der Positionswinkel ist 258 Grad am Mondrand mit einem K-Wert von 0.71- (abnehmende Phase). Ein Feldstecher ab 30mm Öffnung ist passend zur Beobachtung.

Am 22.3.21 ab 23h03 (Eintritt) Bedeckung durch den Mond des Sterns V 356 Gem (HIP34995) mit Mag 6.9, der Positionswinkel ist 77 Grad am Mondrand mit einem K-Wert von 0.63+ (zunehmende Phase). Ein Feldstecher ab 40mm Öffnung ist passend zur Beobachtung.

Kometen

Der Komet C/2020 N1 (PANSTARRS) bewegt sich durch das Sternbild Stier zu Beginn des Monats und dann durch den Orion. Er ist am Abendhimmel voraussichtlich dann zu bewundern. Zu sehen ist er eventuell mit einem guten Teleskop (ab 300mm Öffnung) mit einer scheinbaren Helligkeit von ~Mag 13 im März. Am 7.3.21 steht er etwa 6 Grad südlich von den Plejaden (M45) entfernt.

Besondere Ereignisse im März 2021

Ab dem 2.3.21 bis etwa 14.3.21 ist das Westzodiakallicht eventuell günstig zu beobachten. Diese Aufhellungen, die kegelförmig erscheinen über dem Sonnenuntergangspunkt, kann man in dem Zeitraum ab etwa 1.5h nach Sonnenuntergang beobachten.

Zwischen dem 1.3 – 5.3.21 steht der Mars nahe dem Sternhaufen M45, den Plejaden. Die größte Annäherung ist am 3.3.21. Der Mars steht nur 2.5 – 3 Grad südlich des M45.

Am 10.3.21 wird morgens um 5h auf dem Mond der Ostrand sichtbar. Der Mond hat dann eine maximale Libration von 5,15 Grad in der Länge.

Am 14.3.21 abends kann man am Westhorizont die sehr schmale Mondsichel eventuell sehen. Die Sichel ist dann zu 1.8% beleuchtet. Das Ereignis findet etwa 5 Grad über dem Horizont statt.

Vom 16.3 -18.3.21 wird der Mondkrater Vallis Rheita gut zu beobachten sein. Seine Größe ist etwa 450 km x 30 km. Zu finden ist er mit folgenden Koordinaten: 51.7 Grad Ost und 42.5 Grad Süd. Zur Beobachtung benötigen einen Feldstecher / Teleskop mit etwa 50 mm Öffnung.

Am 19.3.21 geht der Mag 1.2 helle Mars 23‘ nördlich an dem Stern v Tauri vorbei der eine scheinbare Helligkeit von Mag 4.4 hat.

Am 19.3.21 steht der Mond etwa 2.3 Grad südöstlich vom Mars entfernt und zwischen dem Sternhaufen M45 und den Hyaden ab etwa 19h.

Am 24.3.21 wird morgens um 3h auf dem Mond der Westrand sichtbar. Der Mond hat dann eine maximale Libration von -8.04 Grad in der Länge.

Am 26.3.21 wird abends um 20h auf dem Mond der Südrand sichtbar. Der Mond hat dann eine maximale Libration von -6.16 Grad in der Breite.

Ab dem 31.3.21 bis etwa 12.4.21 ist das Westzodiakallicht eventuell günstig zu beobachten.

Allgemein im März sind der Orion mit seinen stellaren Objekten, einige Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann sowie dem Sternbild Zwilling gut zu sehen. Das Sternbild Krebs zeigt uns den Sternhaufen Krippe (M44). Im Sternbild Jagdhunde sollte man versuchen die Galaxie M51 zu finden, die Whirlpool Galaxie.

Sonne. Größere Sonnenflecken und Gruppen wurden in den letzten Wochen / Tagen beobachtet im neuen Zyklus. In den kommenden Monaten wird die Sonnenfleckenrelativzahl wahrscheinlich langsam ansteigen. Eventuell kleinere Gruppen und / oder H-alpha Objekte am Sonnenrand sowie Sonnenfackeln könnten beobachtet werden. Im Dezember 2020 war die Sonnenfleckenrelativzahl bei R=22.8, konnte sich also im Vergleich zum Vormonat nicht steigern. Für April 2021 wurde eine Prognose von ~R=25-35 erstellt.

UR

Beobachtungsobjekte Februar 2021

Mondphasen

Das letzte Viertel wird am 4.2.21 erreicht sein. Neumond ist dann am 11.2.21. Das erste Viertel wird am 19.2.21 erreicht sein. Am 27.2.21 ist dann wieder Vollmond.

Feldstecher Objekte im Februar 2021

M36 ist ein offener Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann mit einer scheinbaren Helligkeit von ~Mag 6.0. Die Winkelausdehnung am Himmel beträgt 10‘. Im Feldstecher ab 10x50mm erscheinen etwa ein Dutzend bis 15 Sterne am Himmel. Die Entfernung beträgt etwa 4100 Lichtjahre. Das Alter ist etwa 25 Millionen Jahre. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=5h 36m 17s und Dek= +34°08‘27“. Im Jahre 1654 wurde das Objekt von G.B. Hodierna entdeckt.

M37 ist ein offener Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann den man mit einem 10x50mm Feldstecher beobachten kann mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 5.6 Man erkennt dann einen ovalen Fleck mit etwa ein Dutzend Sternen. Die Entfernung ist etwa 4400 Lichtjahre. Die Winkelausdehnung beträgt 15‘ am Himmel. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=5h 52m 18s und Dek= 32°33′11“. Im Jahre 1654 wurde das Objekt von G.B. Hodierna entdeckt.

M38 ist ein offener Sternenhaufen im Sternbild Fuhrmann. Die scheinbare Helligkeit beträgt Mag 6.4. Damit ist das Objekt in einem Feldstecher ab etwa 10x50mm gut zu sehen mit etwa 5-10 Sternen des Haufens. Die Entfernung beträgt etwa 4200 Lichtjahre. Winkelausdehnung ist 21‘. Das Objekt hat ein Alter von etwa 220 Millionen Jahren. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=5h 28m 42s und Dek= 35°51′18“. Im Jahre 1654 wurde das Objekt von G.B. Hodierna entdeckt.

Deep sky tour

NGC 2438 ist ein planetarischer Nebel (PN) im Sternbild Puppis (Achterdeck des Schiffes). Es scheint das er in dem M46 Sternhaufen eingebettet ist. Der PN ist etwa 1370 Lichtjahre entfernt, allerdings ist M46 etwa 4920 Lichtjahre entfernt. Die scheinbare Helligkeit des PN ist Mag 10.8. Die Größe am Himmel beträgt 1.1‘. Allerdings wird ein Teleskop von mindestens 200mm Öffnung von Nöten sein um das Objekt zu erkennen mit etwas Details in der Struktur. Die zu wählende Vergrößerung am Teleskop sollte mindestens 150x sein. Die Koordinaten sind wie folgt: RA= 7h 41m 50“ und Dek= -14 Grad 44′ 09′′. Im Jahre 1786 wurde der Nebel von W. Herschel entdeckt.

NGC 2327 ist ein Reflexionsnebel im Sternbild großer Hund. Die scheinbare Helligkeit des Nebels ist Mag 9.5. Die Größe am Himmel beträgt 2’x2‘. Allerdings wird ein Teleskop von mindestens 150mm Öffnung von Nöten sein um das Objekt zu erkennen mit etwas Details in der Struktur. Die zu wählende Vergrößerung am Teleskop sollte mindestens 100x sein. Die Koordinaten sind wie folgt: RA= 7h 04m 07“ und Dek= -11 Grad 18′ 51′′. Im Jahre 1785 wurde der Nebel von W. Herschel entdeckt.

NGC 2452 ist ein planetarischer Nebel (PN).Im Sternbild Achterdeck des Schiffes befindet sich dieser mit Mag 12.2 helle PN. Allerdings wird ein Teleskop von mindestens 250mm Öffnung von Nöten sein um das Objekt zu erkennen mit etwas Details in der Struktur. Die zu wählende Vergrößerung am Teleskop sollte mindestens 150x sein. Die scheinbare Größe am Himmel beträgt 30“x20“. Die Koordinaten sind wie folgt: RA= 7h 47m 26“ und Dek= -27 Grad 20′ 02′′. NGC 2452 ist nur 2.4° vom Stern Asmidiske im Sternbild entfernt. Die Entfernung ist etwa 10100 Lichtjahre. Im Jahre 1847 wurde das Objekt von J. Herschel entdeckt.

NGC 2440 ist ein planetarischer Nebel im Sternbild Achterdeck des Schiffes mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 9.4. Die Größe beträgt 1.32’x1.32‘. Allerdings wird ein Teleskop von mindestens 250mm Öffnung von Nöten sein um das Objekt zu erkennen mit etwas Details in der Struktur. Die zu wählende Vergrößerung am Teleskop sollte mindestens 100x sein. Ab 300mm Öffnung und Vergrößerungen von 400x werden weitere Details erkennbar. Die Koordinaten sind wie folgt: RA= 7h 41m 55“ und Dek= -18 Grad 12′ 30′′. Im Jahre 1790 wurde der Nebel von W. Herschel entdeckt.

Meteore im Februar 2021

Delta Leoniden. Der Aktivitätsanfang der Leoniden ist vom 15.2 und geht bis zum 10.3. Das Maximum wird am 25.2 erreicht sein. Der ZHR beträgt 2/h (Stündliche Zenitrate (von engl.: Zenithal Hourly Rate) – eine berechnete Anzahl von Meteoren eines Stromes die ein Beobachter unter Standardbedingungen sieht mit unbegrenztem Blickfeld, Radiant im Zenit und einer Grenzgröße Mag +6.5. Der Radiant liegt bei: α = 11h12‘, δ = +17◦. Die Objekte erscheinen eher „langsam“ am Himmel mit V∞ = 23 km/s. Video/CCD/CMOS-kameras sind dafür ebenfalls gut geeignet sowie DSLR Kameras. Meteor Scattering kann ebenfalls eingesetzt werden. Visuelles beobachten ist hier auch trotzdem dringend empfohlen. 

Planeten im Februar 2021

Der Mars erscheint bis morgens um ~1h21 am Ende des Monats in dem Sternbild Stier (ab 24.2.21). Die Helligkeit sinkt auf Mag 0.9 Monatsende. Marsuntergang am zum Beispiel 28.2.21 ist bereits um 1h21m. Am 1.2.21 geht Mars um 1h41 unter den Horizont. Der scheinbare Durchmesser des Planeten fällt auf ~6.4“. Die Phase am 7.2.21 beträgt ~88.7% Beleuchtungsgrad, der Durchmesser an dem Tag ist 7.5“.

Jupiter ist ein Planet der im Februar nicht zu sehen sein wird.

Der Ringplanet Saturn ist nicht zu sehen im Februar.

Der Neptun ist im Februar nicht zu beobachten.

Uranus kann im Februar im Sternbild Widder beobachtet werden in der ersten Nachthälfte. Die Untergangszeiten sind am 1.2.21 um 1h03, am 28.2.21 bereits um 23h17. Die scheinbare Helligkeit beträgt Mag 5.8. Der scheinbare Durchmesser des Planeten beträgt allerdings nur 3.6“.

Die Venus kann im Februar nicht beobachtet werden.

Der Merkur kann im Februar ebenfalls nicht beobachtet werden in unseren Breitengraden.

Asteroid/Planetoiden im Februar 2021

(15) Eunomia. Am 1.2 passiert Eunomia um ~23h33 den Meridian. Die Helligkeit des Objektes ist Mag ~8.9 -> 9.5 im Sternbild Zwillinge. Sie benötigen einen guten Feldstecher mit einer Öffnung ab 50-60mm zur direkten Beobachtung. Die Position ist RA = 07h 50m 01s, Dec= +16Grad 26‘ 18“ am 15.2.21. Am 4.2.21 befindet sich Eunomia in der Nähe eines Sternes namens HIP38975 der eine Helligkeit von Mag 6.0 hat. Die Position ist RA =07h 58m 5s und Dec = +16Grad 31‘.

Veränderliche Sterne

Bei dem BM Ori im Sternbild Orion variiert die Helligkeit zwischen Mag 7.9 bis Mag 8.6 mit einer Periode von P=6.471 Tage. Die Position ist RA = 05h 35m 16s, Dec= -5Grad 23‘ 07“. Am zum Beispiel 10.2.21 um 21h50 ist der Bedeckungsveränderliche im Minimum. Eine Schätzung oder Messung der Helligkeit sollte einmal pro Nacht über mehrere Tage durchgeführt werden mit einem Feldstecher ab 50mm Öffnung und dokumentiert werden.

Bei dem Stern RZ Cas im Sternbild Kassiopeia handelt es sich um einen kurzperiodischen bedeckungsveränderlichen Stern, also ein Doppelsternsystem. Die scheinbare Helligkeit schwankt zwischen Mag 6.18 – 7.72. Die Periode ist P=1.195 Tage von Maximum zu Minimum. Die Beobachtung erfolgt am besten mit einem Feldstecher ab 40mm Öffnung. Die Hauptminimum dauert nur 4.9 Stunden, und in dieser Zeit ändert sich stetig die Helligkeit und damit die Lichtkurve. Ein Minimum ist am 5.2.21 um 21h30. Die Koordinaten sind RA=2h 48m 55,5s und Dek= +69Grad 38‘ 03“.

Sternbedeckung durch den Mond

Am 17.2.21 ab 20h30 (Eintritt) Bedeckung durch den Mond des Sterns 24 Ari (HIP11249) mit Mag 5.5, der Positionswinkel ist 60 Grad am Mondrand mit einem K-Wert von 0.31+ (zunehmende Phase). Ein Feldstecher ab 30mm Öffnung ist passend zur Beobachtung.

Am 25.2.21 ab 3h45 (Eintritt) Bedeckung durch den Mond des Sterns HIP42806 mit Mag 4.7, der Positionswinkel ist 102 Grad am Mondrand mit einem K-Wert von 0.94+ (zunehmende Phase). Ein Feldstecher ab 20mm Öffnung ist passend zur Beobachtung.

Kometen

Der Komet C/2020 N1 (PANSTARRS) bewegt sich durch das Sternbild Widder. Er ist am frühen Abendhimmel voraussichtlich dann zu bewundern. Zu sehen ist er eventuell mit einem guten Teleskop (ab 300mm Öffnung) mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 13 im Februar. Am Anfang des Monats steht er der Galaxie NGC672 relativ nahe. Diese hat eine scheinbare Helligkeit von ~Mag 10.5 und wurde 1786 von W. Herschel entdeckt. Die Koordinaten der Balkenspiralgalaxie sind RA=1h 47m 54s und Dek= +27Grad 25‘ 55“.

Besondere Ereignisse im Februar 2021

Ganzer Monat…Der Februar ist leider der Monat mit der geringsten Anzahl an periodischen Meteorströmen. Also versuchen Sie eventuell neue zu entdecken. Ansonsten schauen Sie oben in die Rubrik Meteore mit Hinweisen zur Beobachtung.

Am 1.2.21 wird ab 19h30 auf dem Mars das Mare Sirenum sichtbar sein südlich des Zentrums. Der große Vulkan Olympus Mons wird in einem größeren Teleskop ab 200mm Öffnung eventuell sichtbar sein im Norden des Mare.

Am 2.2.21 um 23h19 bedeckt 416 Vaticana (Mag 12.4) den Stern TYC 2498-01497-1 mit Mag 11.2 für 5.9 sec. Der Helligkeitsabfall beträgt Mag 1.5.

Am 6.2.21 früh morgens sollten Sie Richtung Südosten gucken, da ist der Mond mit 33% beleuchtet und etwa 5.3Grad nördlich von dem Stern Antares mit einer Helligkeit von Mag 1.0 zu finden.

Am 9.2.21 um 23h11 bedeckt 2224 Tuscon (Mag 16.4) den Stern HIP 39790 mit Mag 7.7 für 2.1 sec. Der Helligkeitsabfall beträgt Mag 8.7.

Am 11.2.21 früh morgens etwa 15 Minuten vor Sonnenaufgang ist eventuell die Venus und Jupiter zu sehen die nur 0.5 Grad von einander entfernt stehen. Kein leichtes Objekt zur Beobachtung.

Am 12.2.21 ist eventuell die schmale Mondsichel (1% beleuchtet) abends zu sehen. Ein lohnendes Fotoobjekt.

Bis zum 12.2.21 ist das Zodiakallicht eventuell gut zu beobachten ab etwa 1.5h nach Sonnenuntergang im Nordwesten.

Am 16.2.21 abends steht der Mag 0.7 helle Mars nur 27‘ vom Stern Delta Arietis entfernt der eine Helligkeit von Mag 4.3 hat.

Am 18.2.21 steht der Mars in der Nähe des Mondes der 41% beleuchtet ist und nur 4 Grad entfernt ist.

Am 23.2.21 lohnt der Blick auf den Mond zum Krater Aristarchus. Man sieht dort dann einen Effekt der „Star Tipped Mountain“ heißt. Das bedeutet im Westen des Kraters sind man einen hellen Punkt. Der hell/dunkel Effekt ist sehr ausgeprägt.

Am 28.2.21 ist der Mondkrater Endymion gut zu beobachten. Seine Größe beträgt 126 km. Die Koordinaten auf dem Mond zur Auffindung sind 56.5 Grad Ost und 53.6 Grad Nord. Zur Beobachtung benötigen Sie einen 10x50mm Feldstecher. 

Fixsternhimmel allgemein. Folgende hellerer Objekte sind gut zu beobachten, teilweise mit bloßem Auge: Orionnebel M42, Andromeda Galaxie M31, offene Sternhaufen im Perseus und Fuhrmann sowie Krebs und Zwillingen. M81/M82 im Großen Bären und Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde.

Sonne. Größere Sonnenflecken und Gruppen wurden in den letzten Wochen / Tagen beobachtet im neuen Zyklus. In den kommenden Monaten wird die Sonnenfleckenrelativzahl wahrscheinlich langsam ansteigen. Eventuell kleinere Gruppen und / oder H-alpha Objekte am Sonnenrand sowie Sonnenfackeln könnten beobachtet werden. Im November 2020 war die Sonnenfleckenrelativzahl bereits bei R=33.3. Für März 2021 wurde eine Prognose von ~R=25-30 erstellt.

UR

Beobachtungsobjekte Januar 2021

Mondphasen

Das letzte Viertel wird am 6.1.21 erreicht sein. Neumond ist dann am 13.1.21. Das erste Viertel wird am 20.1.21 erreicht sein. Am 28.1.21 ist dann wieder Vollmond.

Feldstecher Objekte im Januar 2021

M35 ist ein offener Sternhaufen im Sternbild Zwillinge mit einer scheinbaren Helligkeit von ~Mag 5.1. Die Winkelausdehnung am Himmel beträgt 28‘. Im Feldstecher ab 10x30mm erscheinen etwa ein Dutzend Sterne oder mehr am Himmel. Die Entfernung beträgt etwa 2800 Lichtjahre. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=6h 09m 05s und Dek= +24°20‘19“. Im Jahre 1745 wurde das Objekt von Jean-Philippe Loys de Chéseaux entdeckt.

M78 ist ein Reflexionsnebel im Sternbild Orion den man mit einem 10x50mm, oder besser 15x70mm, Feldstecher beobachten kann mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 8. Die Entfernung ist etwa 1600 Lichtjahre. Die Winkelausdehnung beträgt 8’x6‘ am Himmel. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=5h 46m 46s und Dek= 0°04′45“. Das Objekt wurde 1780 von Pierre-François-André Méchain entdeckt.

NGC 2158 ist ein offener Sternenhaufen im Sternbild Zwillinge. Die scheinbare Helligkeit beträgt Mag 8.6. Damit ist das Objekt in einem Feldstecher ab etwa 7x50mm sehr gut zu sehen. Hellere Sterne des Objektes starten bei Mag 12, daher benötigt man für Details einen 15x100mm Feldstecher oder größer. Die Entfernung beträgt etwa 16200 Lichtjahre. Winkelausdehnung ist 5‘. Das Objekt hat ein Alter von etwa 1 Milliarde Jahren. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=6h 07m 25s und Dek= 24°05′46“.  Damit steht das Objekt nahe dem oben erwähnten M35. Im Jahre 1784 wurde das Objekt von W. Herschel entdeckt.

Deep sky tour

NGC 2452 ist ein planetarischer Nebel (PN).Im Sternbild Achterdeck des Schiffes befindet sich dieser mit Mag 12.2 helle PN. Allerdings wird ein Teleskop von mindestens 250mm Öffnung von Nöten sein um das Objekt zu erkennen mit etwas Details in der Struktur. Die zu wählende Vergrößerung am Teleskop sollte mindestens 150x sein. Die scheinbare Größe am Himmel beträgt 30“x20“. Die Koordinaten sind wie folgt: RA= 7h 47m 26“ und Dek= -27 Grad 20′ 02′′. NGC 2452 ist nur 2.4° vom Stern Asmidiske im Sternbild entfernt. Die Entfernung ist etwa 10100 Lichtjahre. Im Jahre 1847 wurde das Objekt von J. Herschel entdeckt.

NGC 2440 ist ein planetarischer Nebel im Sternbild Achterdeck des Schiffes mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 9.4. Die Größe beträgt 1.32’x1.32‘. Allerdings wird ein Teleskop von mindestens 250mm Öffnung von Nöten sein um das Objekt zu erkennen mit etwas Details in der Struktur. Die zu wählende Vergrößerung am Teleskop sollte mindestens 100x sein. Ab 300mm Öffnung und Vergrößerungen von 400x werden weitere Details erkennbar. Die Koordinaten sind wie folgt: RA= 7h 41m 55“ und Dek= -18 Grad 12′ 30′′. Im Jahre 1790 wurde der Nebel von W. Herschel entdeckt.

IC 418 ist ein planetarischer Nebel im Sternbild Hase mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 9.3. Die Größe beträgt 0.2´. Allerdings wird ein Teleskop von mindestens 150mm Öffnung von Nöten sein um das Objekt gut zu erkennen mit viel Details in der Struktur. Die zu wählende Vergrößerung am Teleskop sollte mindestens 100x sein. Entfernung des Objektes ist 3000 Lichtjahre. Die Koordinaten sind wie folgt: RA= 5h 27m 28“ und Dek= -12 Grad 41′ 50′′. Im Jahre 1891 wurde der Nebel von W. Fleming entdeckt.

Meteore im Januar 2021

γ Ursae Minoriden (404 GUM). Der Neumond am 13. Januar gibt Zeit für zahlreiche Beobachtungen verschiedener Art. Der Aktivitätsanfang der 404 GUM ist am 10.1 und geht bis zum 22 Januar. Das Maximum wird am 18.1 erreicht sein mit (λ⊙ = 298◦). Der ZHR beträgt 3/h (Stündliche Zenitrate (von engl.: Zenithal Hourly Rate) – eine berechnete Anzahl von Meteoren eines Stromes die ein Beobachter unter Standardbedingungen sieht mit unbegrenztem Blickfeld, Radiant im Zenit und einer Grenzgröße Mag +6.5. Der Radiant liegt bei: α = 228◦, δ = +67◦. Die Objekte erscheinen eher „langsam“ am Himmel mit V∞ = 31 km/s. Der Ursprungskomet ist der 26P/Grigg-Skjellerup.

Quadrantiden (010 QUA). Die Aktivitäten finden bis zum 12.1.21 statt. Das Maximum wird am 2-3.1.21 sein mit λ⊙ = 283.15◦; ZHR = ~25-110; Radiant: α = 230◦, δ = +49.0◦. Die Geschwindigkeit am Himmel beträgt V∞ = 41 km/s mit r = 2,1. Ursprung ist der Asteroid 2003 EH1. Die Objekte erzeugen längliche Bahnen mit bläulicher Farbe.

Video/CCD/CMOS-kameras sind dafür ebenfalls gut geeignet sowie DSLR Kameras. Meteor Scattering kann ebenfalls eingesetzt werden. Visuelles beobachten ist hier auch trotzdem dringend empfohlen. 

Planeten im Januar 2021

Der Mars erscheint bis morgens um ~1h42 am Ende des Monats in dem Sternbild Fische / Widder (ab 7.1.21). Die Helligkeit sinkt auf Mag 0.4 Monatsende. Marsuntergang am zum Beispiel 31.1.21 ist bereits um 1h42m. Am 1.1.21 geht Mars um 2h16 unter den Horizont. Der scheinbare Durchmesser des Planeten fällt auf ~7.9“. Die Phase am 23.1.21 beträgt ~88.5% Beleuchtungsgrad, der Durchmesser an dem Tag ist 8.5“.

Jupiter ist ein Planet für die ersten 10 Tage im Januar tief im Südwesten im Sternbild Steinbock in der Abenddämmerung. Da geht der Gasriese am 1.1.21 um 18h17 unter den Horizont, am 10.1 bereits um 17h53. Die Helligkeit ist Mag ~ -1.8, der scheinbare Durchmesser  ist ~32.5“.

Der Ringplanet Saturn ist zu sehen im Sternbild Steinbock in der frühen Abenddämmerung. Am 1.1.21 geht der Ringplanet um 18h10 unter den Horizont, am 10.1 um 17h41. Die Helligkeit ist ~Mag 0.6. Der Planetendurchmesser beträgt am 23.1.21 etwa 15.2.“. Der Ringgröße ist etwa 34.2“.

Der Neptun ist im Januar mit einem lichtstarken Feldstecher im Sternbild Wassermann zu sehen bis zur Monatsmitte. Am 1.1.21 geht der Planet um 22h29 unter den Horizont, am 31.1.21 bereits um 20h36. Die Helligkeit beträgt Mag 7.9. Der scheinbare Durchmesser des Planeten beträgt allerdings nur 2.2“ am 23.1.21.

Uranus kann im Januar im Sternbild Widder fast die ganze Nacht beobachtet werden. Die Untergangszeiten sind am 1.1.21 um 3h04, am 31.1.21 bereits um 1h07. Die scheinbare Helligkeit beträgt Mag 5.8. Der scheinbare Durchmesser des Planeten beträgt allerdings nur 3.6“.

Die Venus kann als „Morgenstern“ beobachtet werden mit einer Helligkeit von Mag ~ -3.9. Am 1.1.21 erfolgt der Aufgang des Planeten um 6h49 über den Horizont. Der Durchmesser geht zum Ende des Monats auf 10.2“ zurück. Am Monatsende ist die Venusscheibe zu 98% beleuchtet.

Merkur ist im Januar ab dem 15.1 zu beobachten in der Abenddämmerung. Genau an diesem Tag geht er um 18h05 unter den Horizont. Die Helligkeit des Planeten geht im Laufe des Monats auf Mag 0.3 zurück. Zum Ende des Monats geht er um 18h44 unter den Horizont. Am 25.1 ist der Durchmesser des Planeten 7.2“.

Asteroid/Planetoiden im Januar 2021

(15) Eunomia. Am 1.1 steht Eunomia um ~2h23 im Süden. Die Helligkeit des Objektes ist Mag ~8.9 im Sternbild Krebs. Sie benötigen einen guten Feldstecher mit einer Öffnung von >40mm zur direkten Beobachtung. Die Position ist RA = 08h 19m 15s, Dec= +17Grad 02‘ 58“ am 16.1.21.  

Veränderliche Sterne

Bei dem BM Ori im Sternbild Orion variiert die Helligkeit zwischen Mag 7.9 bis Mag 8.6 mit einer Periode von P=6.47 Tage. Die Position ist RA = 05h 35m 16s, Dec= -5Grad 23‘ 07“. Am zum Beispiel 16.1.21 um 0h40 ist der Bedeckungsveränderliche im Minimum. Eine Schätzung oder Messung der Helligkeit sollte 1 mal pro Nacht über mehrere Tage durchgeführt werden mit einem Feldstecher ab 50mm Öffnung und dokumentiert werden.

Bei dem Stern RZ Cas im Sternbild Kassiopeia handelt es sich um einen kurzperiodischen bedeckungsveränderlichen Stern, also ein Doppelsternsystem. Die scheinbare Helligkeit schwankt zwischen Mag 6.18 – 7.72. Die Periode ist P=1.195 Tage von Maximum zu Minimum. Die Beobachtung erfolgt am besten mit einem Feldstecher ab 40mm Öffnung. Die Hauptminimum dauert nur 4.9 Stunden, und in dieser Zeit ändert sich stetig die Helligkeit und damit die Lichtkurve. Ein Minimum ist am 12.1.21 um 23h50. Die Koordinaten sind RA=2h 48m 55,5s und Dek= +69Grad 38‘ 03“.

Sternbedeckung durch den Mond

Am 8.1.21 ab ~3h30 (Austritt) Bedeckung durch den Mond des Sterns HIP71469 mit Mag 6.2, der Positionswinkel ist 321 Grad am Mondrand mit einem K-Wert von 0.31- (abnehmende Phase). Ein Feldstecher ab 30mm Öffnung ist passend zur Beobachtung.

Kometen

Der Komet 141P/Machholz bewegt sich durch das Sternbild Wassermann zum Sternbild Walfisch. Er ist am Abendhimmel voraussichtlich dann zu bewundern. Zu sehen ist er eventuell mit einem guten Teleskop (ab 200mm Öffnung) mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 10 – 12 am Ende des Monats. Am 14.1.21 steht er der Galaxie NGC157 relativ nahe. Diese hat eine scheinbare Helligkeit von ~Mag 10.5. Die Koordinaten der Balkenspiralgalaxie sind RA=0h 34m 46s und Dek= -8Grad 23‘ 47.“.

Besondere Ereignisse im Januar 2021

Am 3.1.21 wird um 15h30 das Maximum der Quadrantiden erwartet.

Am 4.1.21 gegen 23h31 bedeckt 204 Kallisto (Mag 13.5) den Stern TYC 0223-01729-1 mit Mag 12.4 für 4.4 sec. Der Helligkeitsabfall beträgt Mag 1.4.

Am 9.1.21 um 22h steht der Merkur bei Saturn. Der Merkur ist 1.7 Grad südlich.

Am 9.1.21 um 17h steht der Mond in Erdnähe von 367387 KM.

Am 10.1.21 findet eventuell eine Verfinsterung durch 593 Titania statt. Sie bedeckt den Stern TYC 2983-00734-1 mit Mag 11.2 für dann maximal 8 Sekunden. Titania ist zu dem Zeitpunkt Mag 12.1 hell und der Helligkeitsabfall könnte dann Mag 1.3 betragen. Titania hat einen Durchmesser von etwa 80km. Hiermit ein Aufruf zur Beobachtung.

Am 11.1.21 um ~17h steht der Merkur bei Jupiter. Merkur ist 1.4 Grad südlich zu sehen. Ein kleiner Feldstecher zur Beobachtung ab 30mm Öffnung zur Beobachtung zeigt mehr Details.

Am 14.1.21 um 17h15 steht die schmale Mondsichel in der Nähe des Merkur.

Am 20.1.21 abends steht der Mars 1.7 Grad nördlich vom Planeten Uranus.

Am 21.1.21 steht der Asteroid Eunomia in Opposition zur Sonne. Details zur Beobachtung siehe oben im Text.

Am 23.1.21 ist der goldene Henkel des Mondes zu beobachten in den Tiefebenen des Sinus Iridum am Juragebirge. Dieser Effekt wird durch das Spiel von Schatten und Licht an der Grenze des Terminators des Mondes sichtbar.

Am 23.1.21 um etwa 18h30 steht der Mond nahe Plejaden (M45) und den Hyaden (Melotte 25).

Am 24/25.1.21 ist der Mondkrater Gassendi gut zu beobachten. Der Durchmesser des Kraters beträgt 110 km. Die Koordinaten zur Auffinden des Objektes sind Longitude 40 Grad West und Latitude 17.6 Grad Nord. Ein Feldstecher ab 10x40mm ist gut geeignet zur direkten Beobachtung.

Am 26.1.21 wird der Mond den Sternhaufen M35 um etwa 00h frühmorgens bedecken zu 2/3 des offenen Sternhaufens. Um 2h morgens am 26.1.21 wird das Ereignis beendet sein.

Ab 31.1.21 bis zum 12.2.21 ist das West Zodikallicht eventuell gut zu beobachten.

Fixsternhimmel allgemein. Folgende hellerer Objekte sind gut zu beobachten, teilweise mit bloßem Auge: Orionnebel M42, Andromeda Galaxie M31, offene Sternhaufen im Perseus und Fuhrmann sowie Krebs und Zwillingen.

Sonne. Größere Sonnenflecken und Gruppen wurden in den letzten Wochen / Tagen beobachtet im neuen Zyklus. In den kommenden Monaten wird die Sonnenfleckenrelativzahl wahrscheinlich langsam ansteigen. Eventuell kleinere Gruppen und / oder H-alpha Objekte am Sonnenrand sowie Sonnenfackeln könnten beobachtet werden. Im Oktober 2020 war die Sonnenfleckenrelativzahl bereits bei R=14.8. Für Anfang 2021 wurde eine Prognose von ~R=20 erstellt.

UR

Beobachtungsobjekte Dezember 2020

Mondphasen

Das letzte Viertel wird am 8.12.20 erreicht sein. Neumond ist dann am 14.12.20. Das erste Viertel wird am 22.12.20 erreicht sein. Am 30.12.20 ist dann wieder Vollmond.

Feldstecher Objekte im Dezember 2020

M34 ist ein offener Sternhaufen im Sternbild Perseus mit einer scheinbaren Helligkeit von ~Mag 5.2. Die Winkelausdehnung am Himmel beträgt 25‘. Im Feldstecher 10x50mm erscheinen etwa ein Dutzend Sterne oder mehr am Himmel. Die Entfernung beträgt etwa 1400 Lichtjahre. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=2h 42m 07s und Dek= +42°44‘46“. Im Jahre 1654 wurde das Objekt publiziert von G.B. Hodierna. Im Jahre 1764 von C. Messier katalogisiert.

NGC 752 ist ein offener Sternhaufen im Sternbild Andromeda. Mit einem Feldstecher von 10x50mm werden circa zehn Sterne zu sehen sein. Ausdehnung ist etwa 75′.  Die Entfernung beträgt ~1500 Lichtjahre. Die Sterne des Objektes sind 1.4 Milliarden Jahre alt. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=1h 57m 34s und Dek= +37°50′00“. Im Jahre 1654 wurde das Objekt publiziert von G.B. Hodierna.

M45 (Plejaden oder sieben Schwestern), ein offener Sternhaufen, kann man an einem guten dunklen Beobachtungsplatz 7-9 Sterne mit bloßem Auge sehen, oder besser mit einem 10x50mm Feldstecher im Sternbild Stier beobachtet werden mit einer scheinbaren Helligkeit von bis zu Mag 5. Die Entfernung ist etwa 444 Lichtjahre. Die Winkelausdehnung beträgt 110‘ am Himmel. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=3h 47m 4s und Dek= 24°07′. Das Alter ist 100 Millionen Jahre.

M103 ist ein offener Sternenhaufen im Sternbild Kassiopeia. Die scheinbare Helligkeit beträgt Mag 7.4. Damit ist das Objekt in einem Feldstecher ab etwa 7x40mm sehr gut zu sehen. Hellere Sterne des Objektes starten bei Mag 10.5, daher benötigt man für Details einen 15x60mm Feldstecher. Die Entfernung beträgt etwa 8500 Lichtjahre. Winkelausdehnung ist 6‘. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=1h 33m 21s und Dek= 60°39′29“.  Im Jahre 1781 wurde das Objekt von P. Mechain entdeckt.

Deep sky tour

NGC 2276, oder Arp 25, ist eine Balkenspiralgalaxie.Im Sternbild Kepheus befindet sich die mit Mag 11.3 helle Galaxie dieses Sternbildes in 115 Millionen Lichtjahre Entfernung. Allerdings wird ein Teleskop von mindestens 250mm Öffnung von Nöten sein um das Objekt zu erkennen mit etwas Details in der Struktur. Die zu wählende Vergrößerung am Teleskop sollte mindestens 150x sein. Die scheinbare Größe am Himmel beträgt 2,3′x1,9′. Die Koordinaten sind wie folgt: RA= 7h 27m 14“ und Dek= +85 Grad 45′ 16′′. NGC 2276 ist nur 4° von Polaris entfernt. Im Jahre 1876 wurde das Objekt von T. Winnecke entdeckt.

IC 3568 ist ein planetarischer Nebel im Sternbild Giraffe mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 10.6. Die Größe beträgt 0,17’x0,17‘. Allerdings wird ein Teleskop von mindestens 300mm Öffnung von Nöten sein um das Objekt zu erkennen mit etwas Details in der Struktur. Die zu wählende Vergrößerung am Teleskop sollte mindestens 200x sein. Die Koordinaten sind wie folgt: RA= 12h 33m 06“ und Dek= +82 Grad 33′ 49′′. Im August 1900 wurde der Nebel von R. Aitken entdeckt.

NGC 6543 ist ein planetarischer Nebel im Sternbild Drache mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 8.1. Die Größe beträgt 6,4’x0,3‘. Allerdings wird ein Teleskop von mindestens 200mm – 250mm Öffnung von Nöten sein um das Objekt zu erkennen mit etwas Details in der Struktur. Die zu wählende Vergrößerung am Teleskop sollte mindestens 250x sein. Entfernung des Objektes ist 3600 Lichtjahre. Die Koordinaten sind wie folgt: RA= 17h 58m 33“ und Dek= +66 Grad 37′ 59′′. Im Jahre 1786 wurde der Nebel von W. Herschel entdeckt.

Meteore im Dezember 2020

Nördliche Tauriden (017 NTA). Auch wenn die Angabe eines Datums ein sichtbares Maximum andeutet haben wir es mit einem breiteren Maximum mit etwa konstanten Raten von circa 10 Tagen von Anfang bis Mitte Dezember zu tun. Das letzte Viertel des Mondes am 8. Dezember gibt Zeit für zahlreiche Beobachtungen. Der Aktivitätsanfang der Tauriden war am 20.10 und geht bis Mitte Dezember, genauer 10.12.20. Das Maximum wurde erreicht am 12.11 mit (λ⊙ = 230◦). Der ZHR beträgt 5/h (Stündliche Zenitrate (von engl.: Zenithal Hourly Rate) – eine berechnete Anzahl von Meteoren eines Stromes die ein Beobachter unter Standardbedingungen sieht mit unbegrenztem Blickfeld, Radiant im Zenit und einer Grenzgröße Mag +6.5. Der Radiant liegt bei: α = 58◦, δ = +22◦. Die Objekte erscheinen eher „langsam“ am Himmel mit V∞ = 28 km/s. Der Ursprungskomet ist der 2P/Encke.

Monocerotiden (019 MON). Die Aktivitäten finden vom 27.11 bis 20.12.20 statt. Das Maximum wird am 9.12.20 sein mit (λ⊙ = 257◦); ZHR = ~3; Radiant: α = 100◦ , δ = +08◦. Die Geschwindigkeit am Himmel beträgt V∞ = 42 km/s mit r = 3,0. Am 14.12.20 ist eventuell mit einer ZHR=8 zu rechnen. Noch ein Beobachtungshinweis mit einer Empfehlung: Blickfeld Richtung Sternbild Stier am Abend oder Richtung Löwe zum Morgen gibt es die besten Erfolgsaussichten etwas zu beobachten.

Geminids (004 GEM). Die Aktivitäten finden vom 4.12 bis 17.12.20 statt. Das Maximum wird am 14.12.20 erreicht sein mit (λ⊙ = 262. 2◦); ZHR = 150; Radiant: α = 112◦, δ = +33◦. Es kann fast die ganze Nacht beobachtet werden da die Kulmination morgens um 2h sein wird.

Ursids (015 URS). Die Aktivitäten finden vom 17.12.20 bis 26.12.20 statt. Das Maximum wird am 22.12.20 erreicht sein mit λ⊙ = 270.7◦ und einer ZHR=10 sowie der Radiant: α = 217◦, δ = +76◦. Die Eintrittsgeschwindigkeit liegt bei V∞ = 33 km/s; r = 2, 8. Der Ursiden Radiant ist zirkumpolar für uns mit den größten Höhen nach Mitternacht über dem Horizont. Video/CCD/CMOS-kameras sind dafür ebenfalls gut geeignet sowie DSLR Kameras. Meteor Scattering kann ebenfalls eingesetzt werden. Visuelles beobachten ist hier auch trotzdem dringend empfohlen.  

Planeten im Dezember 2020

Der Mars erscheint bis morgens um ~2h, am Ende des Monats, in dem Sternbild Fische. Er stand am 14.10.20 in Opposition zur Sonne. Die Helligkeit sinkt auf Mag -0.3 am Jahresende. Marsuntergang am zum Beispiel 1.12.20 ist bereits um 3h17m. Am 31.12.20 geht Mars um 2h17 unter den Horizont. Der scheinbare Durchmesser des Planeten fällt auf ~10“. Die Phase am Monatsende beträgt ~89% Beleuchtungsgrad.

Jupiter ist im Dezember ein Planet für die sehr frühe erste Nachthälfte und zu beobachten im Sternbild Schütze / Steinbock. Da geht der Gasriese am 1.12.20 um 19h43 unter den Horizont, am 31.12 bereits um 18h19. Die Helligkeit ist Mag -2.0, der scheinbare Durchmesser am 8.12.20 ist ~33.9“.

Der Ringplanet Saturn ist zu sehen im Sternbild Schütze / Steinbock die sehr frühe erste Nachthälfte. Am 1.12.20 geht der Ringplanet um 19h55m unter den Horizont, am Monatsende um 18h14m. Die Helligkeit ist ~Mag 0.7. Der Planetendurchmesser beträgt am 8.12.20 etwa 15.6.“. Der Ringgröße ist etwa 35.1“.

Der Neptun ist im Dezember mit einem lichtstarken Feldstecher im Sternbild Wassermann zu sehen. Am 1.12.20 geht der Planet um 0h33 unter den Horizont, am 31.12.20 bereits um 22h32. Die Helligkeit beträgt Mag 7.9. Der scheinbare Durchmesser des Planeten beträgt allerdings nur 2.2“ am 8.12.20.

Uranus kann im Dezember im Sternbild Widder fast die ganze Nacht beobachtet werden. Die Untergangszeiten sind am 1.12.20 um 5h10, am 31.12.20 bereits um 3h08. Die scheinbare Helligkeit beträgt Mag 5.7. Der scheinbare Durchmesser des Planeten beträgt allerdings nur 3.7“.

Die Venus kann im Sternbild Waage / Skorpion / Schlangenträger als „Morgenstern“ beobachtet werden mit einer Helligkeit von ~Mag -3.9. Am 1.12.20 erfolgt der Aufgang des Planeten um 5h23 über den Horizont und um 6h47 am Monatsende. Der Durchmesser geht auf 11.0“ zurück zum Monatsende. Am 31.12 ist die Venusscheibe zu 94% beleuchtet.

Merkur ist im Dezember nicht zu beobachten.

Asteroid/Planetoiden im Dezember 2020

(16) Psyche. Am 7.12 geht Psyche um ~17h35 auf. Die Helligkeit des Objektes ist Mag ~9.4 im Sternbild Tau. Bis Ende Dezember sinkt die Helligkeit auf Mag 9.8. Sie benötigen einen guten Feldstecher mit einer Öffnung von >50mm zur direkten Beobachtung.  Die Koordinaten sind z.B. am 7.12.20 RA=5h 01m 32.s und Dek= 18°01‘08“. Am 8.12.20 steht der Himmelskörper in Opposition zur Sonne und kann die ganze Nacht beobachtet werden, später dann im Monat nicht mehr die ganze Nacht.

Veränderliche Sterne

Bei dem Zeta Gemini Cepheiden im Sternbild Zwillinge variiert die Helligkeit zwischen Mag 3.6 bis Mag 4.2 mit einer Periode von P=10.15073 Tage. Die Position ist RA = 07h 04m 06s, Dec= +20Grad 34‘ 13“. Am zum Beispiel 10.12.20 um 23h20 ist der Veränderliche im Maximum. Eine Schätzung oder Messung der Helligkeit sollte 1-2 mal pro Nacht über mehrere Tage durchgeführt werden mit einem Feldstecher oder blossem Auge und dokumentiert werden.

Bei dem Stern RZ Cas im Sternbild Kassiopeia handelt es sich um einen kurzperiodischen bedeckungsveränderlichen Stern, also ein Doppelsternsystem. Die scheinbare Helligkeit schwankt zwischen Mag 6.18 – 7.72. Die Periode ist P=1.195 Tage von Maximum zu Minimum. Die Beobachtung erfolgt am besten mit einem Feldstecher ab 40mm Öffnung. Die Hauptminimum dauert nur 4.9 Stunden, und in dieser Zeit ändert sich stetig die Helligkeit und damit die Lichtkurve. Ein Minimum ist am 6.12.20 um 22h40. Die Koordinaten sind RA=2h 48m 55,5s und Dek= +69Grad 38‘ 03“.

Sternbedeckung durch den Mond

Am 18.12.20 ab ~19h7 (Eintritt) Bedeckung durch den Mond des Sterns 37 Cap (HIP106559) mit Mag 5.7, der Positionswinkel ist 119 Grad am Mondrand mit einem K-Wert von 0.20+ (zunehmende Phase). Ein Feldstecher ab 30mm Öffnung ist passend zur Beobachtung.

Kometen

Der Komet 141P/Machholz bewegt sich durch das Sternbild Steinbock zum Sternbild Wassermann. Er ist am Abendhimmel voraussichtlich dann zu bewundern. Zu sehen ist er eventuell mit einem guten Teleskop (ab 150mm Öffnung) mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 8.8 – 10. Am 17.12.20 steht er der Galaxie NGC7051 relativ nahe. Diese hat eine scheinbare Helligkeit von ~Mag 13 ebenfalls. Um diese ebenfalls zu sehen benötigen Sie ein Teleskop mit mindestens 250mm Öffnung.

Besondere Ereignisse im Dezember 2020

Am 2.12.20 wird um 18h36 der Schattenwurf des Jupitermondes Io auf den Jupiter stattfinden zur möglichen Beobachtung.

Am 5.12.20 um 10h hat der Mond eine maximale Libration in der Länge von -6.98°. Ein Ereignis für den Feldstecher und Frühaufsteher bei guten Beobachtungsbedingungen da der Westrand des Mondes damit sichtbar wird.

Am 5.12.20 gegen 2h morgens wird der Mond nur 1.9° vom Sternhaufen M44 entfernt sein zur Beobachtung. Kleinere Feldstecher ab 30mm Öffnung sollten ausreichend sein zur Beobachtung.

Zwischen dem 8-16.12.20 ist die Milchstraße gut zu beobachten in den Abendstunden ab 18h.

Am 8.12.20 um 2h hat der Mond eine maximale Libration in der Länge von -6.42°. Ein Ereignis für den Feldstecher und Frühaufsteher bei guten Beobachtungsbedingungen da der Südrand des Mondes damit sichtbar wird.

Am 11.12.20 wird der Jupitermond Io um 18h31 einen Durchgang vor der Jupiterscheibe haben zur Beobachtung. Ein Feldstecher ab etwa 10x50mm sollte ausreichend sein zur Beobachtung.

Am 21.12.20 abends stehen Jupiter und Saturn in einer sogenannten engen Konjunktion von nur 6.1“ Abstand zueinander. Jupiter zieht südlich vom Saturn an ihm vorbei. Ein Beobachtungsobjekt für das bloße Auge wie auch kleinere Feldstecher.

Am 21.12.20 um 11h02 ist die Sonne im Winterpunkt der Wintersonnenwende.

Am 23.12.20 gegen 19h43 ist auf dem Mond der Hesiodusstrahl zu beobachten. Dieser entsteht auf dem Kratergrund des Krater Hesiodus. Dort fällt zu Sonnenaufgang ein Lichtstrahl durch eine 45km langen Einschnitt des Objektes. Der Boden des Kraters wird dann für zwei Stunden so erleuchtet und sieht aus wie der Lichtstrahl einer Taschenlampe. Zwischen etwa 19h40 und 21h40 findet das Ereignis statt. Teleskope ab 50mm Öffnung und etwa 100-facher Vergrößerung sollten ausreichend sein zur Beobachtung.

Am 23.12.20 um 20h steht der Mond bei Mars mit 5.6° Abstand.

Am 27.12.20 steht der Mond abends in der Nähe des hellen Sterns Aldebaran.

Sonne. Erste größere Sonnenflecken und Gruppen wurden in den letzten Wochen / Tagen beobachtet im neuen Zyklus. In den kommenden Monaten wird die Sonnenfleckenrelativzahl wahrscheinlich langsam ansteigen. Eventuell kleinere Gruppen und / oder H-alpha Objekte am Sonnenrand sowie Sonnenfackeln könnten beobachtet werden.

UR

Beobachtungsobjekte November 2020

Mondphasen

Das letzte Viertel wird am 8.11.20 erreicht sein. Neumond ist dann am 15.11.20. Das erste Viertel wird am 22.11.20 erreicht sein. Am 30.11.20 ist dann wieder Vollmond.

Feldstecher Objekte im November 2020

M52 ist ein offener Sternhaufen im Sternbild Cassiopeia mit einer scheinbaren Helligkeit von ~Mag 7.3. Die Winkelausdehnung am Himmel beträgt 13‘. Im Feldstecher 10x50mm erscheinen etwa ein Dutzend Sterne am Himmel. Die Entfernung beträgt etwa 4600 Lichtjahre. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=23h 24m 08s und Dek= +61°35′. Im Jahre 1774 wurde das Objekt entdeckt von C. Messier als ein Komet „nahe“ dem Sternhaufen stand.

Melotte 15 ist ein offener Sternhaufen im Sternbild Cassiopeia. Er ist eingebettet in den Emissionsnebel IC1805, auch Herznebel genannt. Mit einem Feldstecher von 15x70mm werden circa acht Sterne zu sehen sein. Die Ausdehnung beträgt etwa 20′. Bei Verwendung eines UHC Filters ist wahrscheinlich der Nebel IC1805 etwas erkennbar. Die Entfernung beträgt ~7500 Lichtjahre. Die Sterne des Objektes sind 1.5 Millionen Jahre alt. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=2h 25m 27s und Dek= +62°01′10“.

M45 (Plejaden oder sieben Schwestern), ein offener Sternhaufen, kann man an einem guten dunklen Beobachtungsplatz 7-9 Sterne mit blossem Auge sehen, oder besser mit einem 10x50mm Feldstecher im Sternbild Stier beobachtet werden mit einer scheinbaren Helligkeit von bis zu Mag 5. Die Entfernung ist etwa 444 Lichtjahre. Die Winkelausdehnung beträgt 110‘ am Himmel. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=3h 47m 4s und Dek= 24°07′. Das Alter ist 100 Millionen Jahre.

NGC 129 ist ein offener Sternenhaufen im Sternbild Cassiopeia. Die scheinbare Helligkeit beträgt Mag 6.5. Die Anzahl der Sterne des Objektes beträgt 35, die hellsten Sterne sind zwischen Mag 8.6 und 9.3. Damit sind diese in einem Feldstecher ab etwa 10x50mm zu sehen. Die Entfernung beträgt etwa 9900 Lichtjahre. Die Koordinaten sind wie folgt: RA=0h 29m 58s und Dek= 60°12′40“. Das Alter des Sternenhaufens beträgt 76 Millionen Jahre. Im Dezember 1788 wurde das Objekt von W. Herschel entdeckt.

Deep sky tour

NGC 7479 ist eine Balkenspiralgalaxie, die sogenannte „Superman“-Galaxie.Im Sternbild Pegasus befindet sich die mit Mag 10.9 helle Galaxie dieses Sternbildes in 114 Millionen Lichtjahre Entfernung. Allerdings wird ein Teleskop von mindestens 150 – 200mm Öffnung von Nöten sein um das Objekt zu erkennen mit etwas Details in der Struktur. Die zu wählende Vergrößerung am Teleskop sollte mindestens 150x sein. Die scheinbare Größe am Himmel beträgt 4′x3′. Die Koordinaten sind wie folgt: RA= 23h 04m 56“ und Dek= +12 Grad 19′ 22′′. Im Oktober 1784 wurde das Objekt von W. Herschel entdeckt.

IC 351 ist ein planetarischer Nebel im Sternbild Perseus mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 11.9. Die Größe beträgt 8“x 6“. Allerdings wird ein Teleskop von mindestens 150 – 200mm Öffnung von Nöten sein um das Objekt zu erkennen mit etwas Details in der Struktur. Ab 300mm Öffnung des Teleskops sind einige Details des Objektes zu sehen. Die zu wählende Vergrößerung am Teleskop sollte mindestens 200x sein. Die Koordinaten sind wie folgt: RA= 3h 47m 33“ und Dek= +35 Grad 02′ 49′′. Im Dezember 1890 wurde der Nebel von E. Barnard entdeckt.

IC 2003 ist ein planetarischer Nebel im Sternbild Perseus mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 11.4. Die Größe beträgt 7“. Allerdings wird ein Teleskop von mindestens 150 – 200mm Öffnung von Nöten sein um das Objekt zu erkennen mit etwas Details in der Struktur. Ab 250mm Öffnung des Teleskops sind einige Details des Objektes zu sehen. Die zu wählende Vergrößerung am Teleskop sollte mindestens 200x sein. Die Koordinaten sind wie folgt: RA= 3h 56m 22“ und Dek= +33 Grad 52′ 29′′. Im Januar 1907 wurde der Nebel von T. Espin entdeckt.

Meteore im November 2020

Nördliche Tauriden (017 NTA). Auch wenn die Angabe eines Datums ein sichtbares Maximum andeutet haben wir es mit einem breiteren Maximum mit etwa konstanten Raten von circa 10 Tagen von Anfang bis Mitte November zu tun. Das letzte Viertel des Mondes am 8. November gibt Zeit für zahlreiche Beobachtungen. Der Aktivitätsanfang der Tauriden war am 20.10 und geht bis Mitte Dezember, genauer 10.12.20. Das Maximum wird am 12.11 erreicht sein mit (λ⊙ = 230◦). Der ZHR beträgt 5/h (Stündliche Zenitrate (von engl.: Zenithal Hourly Rate) – eine berechnete Anzahl von Meteoren eines Stromes die ein Beobachter unter Standardbedingungen sieht mit unbegrenztem Blickfeld, Radiant im Zenit und einer Grenzgröße Mag +6.5. Der Radiant liegt bei: α = 58◦, δ = +22◦. Die Objekte erscheinen eher „langsam“ am Himmel mit V∞ = 28 km/s. Der Ursprungskomet ist der 2P/Encke.

Videokameras sind dafür ebenfalls gut geeignet sowie DSLR Kameras. Meteor Scattering kann ebenfalls eingesetzt werden. Visuelles beobachten ist hier auch trotzdem dringend empfohlen.  

Planeten im November 2020

Der Mars erscheint die ganze Nacht in dem Sternbild Fische. Er stand am 14.10.20 in Opposition zur Sonne. Die Helligkeit sinkt auf unter Mag -2 am Monatsbeginn und zum Ende auf Mag -1.1. Marsaufgang am zum Beispiel 13.11.20 ist bereits um 18h41m. Am 31.11.20 geht Mars um 5h10 unter den Horizont. Der scheinbare Durchmesser des Planeten fällt auf unter 20“ am Anfang des Monats und zum Ende auf nur noch 14.6“. Die Phase am Monatsende beträgt ~92%.

Jupiter ist im November ein Planet für die frühe erste Nachthälfte und zu beobachten im Sternbild Schütze. Da geht der Gasriese am 1.11.20 um 21h13 unter den Horizont, am 30.11 bereits um 19h45. Die Helligkeit ist Mag -2.1, der scheinbare Durchmesser ist ~35“.

Der Ringplanet Saturn ist zu sehen im Sternbild Schütze die erste Nachthälfte. Am 1.11.20 geht der Ringplanet um 21h37m unter den Horizont, am Monatsende um 19h54m. Die Helligkeit ist ~Mag 0.6. Der Planetendurchmesser beträgt etwa 16.6.“. Der Ringebene ist zu etwa 22 Grad geöffnet.

Der Neptun ist im November mit einem lichtstarken Teleskop mit starker Vergrößerung (>200x) im Sternbild Wassermann zu sehen. Am 1.11.20 geht der Planet um 2h29 unter den Horizont, am 30.11.20 bereits um 0h34. Die Helligkeit beträgt Mag 7.9. Der scheinbare Durchmesser des Planeten beträgt allerdings nur 2.3“.

Uranus kann im November im Sternbild Widder fast die ganze Nacht beobachtet werden. Die Kulminationszeiten sind am 1.11.20 um 23h59, am 30.11.20 bereits um 22h01. Die scheinbare Helligkeit beträgt Mag 5.7. Der scheinbare Durchmesser des Planeten beträgt allerdings nur 3.7“.

Die Venus kann im Sternbild Jungfrau (1-26.11.20) und ab dem 27.11.20 im Sternbild Waage als „Morgenstern“ beobachtet werden mit einer Helligkeit von ~Mag -4. Am 1.11.20 erfolgt der Aufgang des Planeten um 3h56 über den Horizont und um 5h20 am Monatsende. Der Durchmesser geht auf 11.7“ zurück zum Monatsende. Am 30. November ist die Venusscheibe zu 89% beleuchtet.

Merkur ist im November ab dem 10.11.20 morgens ab 6h31 bis zum 18.11.20 mehr als etwa 5 Grad über dem Horizont im Ostsüdosten. Die scheinbare Helligkeit beträgt Mag -0.6. Am 10.11.20 ist der Durchmesser des Planeten bei 6.8“. Die Merkurscheibe ist zu 58% beleuchtet.

Asteroid/Planetoiden im November 2020

(8) Flora. Am 1.11 geht Flora um ~17h58 auf. Die Helligkeit des Objektes ist Mag ~8.0 im Sternbild Walfisch. Bis Ende November sinkt die Helligkeit auf Mag 8.6. Sie benötigen einen guten Feldstecher mit einer Öffnung von >50mm zur direkten Beobachtung.  Die Koordinaten sind z.B. am 7.11.20 RA=2h 36m 04.s und Dek= 2°57‘35“.

Veränderliche Sterne

Bei den RR Lyr im Sternbild Leier variiert die Helligkeit zwischen Mag 7.1 bis Mag 8.2 mit einer Periode von P=0.5669 Tage. Die Position ist RA = 19h 25m 27s, Dec= +42Grad 47‘ 04“. Am zum Beispiel 27.11.20 um 22h20 ist der Veränderliche im Maximum. Eine Schätzung oder Messung der Helligkeit sollte 2-3 mal pro Nacht durchgeführt werden mit einem Feldstecher und dokumentiert werden.

Bei dem Stern RZ Cas im Sternbild Kassiopeia handelt es sich um einen kurzperiodischen bedeckungsveränderlichen Stern, also ein Doppelsternsystem. Die scheinbare Helligkeit schwankt zwischen Mag 6.18 – 7.72. Die Periode ist P=1.19 Tage von Maximum zu Minimum. Die Beobachtung erfolgt am besten mit einem Feldstecher ab 40mm Öffnung. Die Hauptminimum dauert nur 4.9 Stunden, und in dieser Zeit ändert sich stetig die Helligkeit und damit die Lichtkurve. Ein Minimum ist am 5.11.20 um 20h50. Die Koordinaten sind RA=2h 48m 55,5s und Dek= +69Grad 38‘ 03“.

Sternbedeckung durch den Mond

Am 26.11.20 ab ~20h16 (Eintritt) Bedeckung durch den Mond des Sterns Ny Piscium (HIP7884) mit Mag 4.5 im Sternbild Fische, der Positionswinkel ist 337 Grad am Mondrand mit einem K-Wert von 0.89+ (zunehmende Phase).

Kometen

Der Komet 141P/Machholz bewegt sich durch das Sternbild Schild zum Sternbild Adler. Er ist am Abendhimmel vor Mitternacht voraussichtlich dann zu bewundern. Zu sehen ist er eventuell mit einem guten Teleskop (ab 200 mm Öffnung) mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 12. Am 18/19.11.20 steht er dem Planetarischen Nebel IC 4846 sehr nahe zur Beobachtung, der hat eine scheinbare Helligkeit von Mag 12 ebenfalls.

Besondere Ereignisse im November 2020

Am 5.11.20 bedeckt der Mond den Sternhaufen M35 im Sternbild Zwilling um 3h12. Ein Ereignis für den Feldstecher und Frühaufsteher.

Zwischen dem 9-18.11.20 ist die Milchstrasse gut zu beobachten in den Abendstunden.

Am 12.11.20 um 22h steht der Mond bei der Venus, Der Mond ist 3.1 Grad nördlich .

Am 13.11.20 steht die Mondsichel 4 Grad östlich von der Venus um ~5h.

Am 14.11.20 schmale Mondsichel morgens um 6h30 zu sehen. Desweiteren steht der Mond 5 Grad östlich vom Merkur um 6h30.

Um den 15.11 ist eventuell das Zodiakallicht zu beobachten. Zwischen 5h30 bis zur Dämmerung könnte das möglich sein.

Am 16.11 steht der Kleinplanet Vesta mit einer Helligkeit von Mag 8.0 nur 4‘ südlich der Galaxie M96 (Helligkeit Mag 9.2) um 6h15.

Sonne. In den kommenden Monaten wird die Sonnenfleckenrelativzahl wahrscheinlich langsam ansteigen. Eventuell kleinere Gruppen und/oder H-alpha Objekte am Sonnenrand sowie Sonnenfackeln könnten beobachtet werden.

UR