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Wann genau die Geschichte der Sternwarte Burgsolms begonnen hat, ist nicht genau zu sagen. Aber angefangen haben dürfte es mit der Begeisterung des Herrn Wilhelm Weigels für die Astronomie.
Dieser hatte sich schon in den 1950er Jahren mit Astronomie beschäftigt und war dazu auch des öfteren durch Europa gereist.
Just kurz vor der Sonnenfinsternnis im Februar 1961 lernte er den Apotheker Julius Glitzner aus Solms kennen, mit
dem er sich auf den Weg nach Florenz machte, um diese Sonnenfinsternis zu beobachten. Im Laufe des Jahres und bei Besuchen des Observatoriums am Wendelstein, die die beiden machten, ergaben sich erste
Pläne einer eigenen Sternwarte.
Eine der ersten Ideen war ein Sonnenobservatorium zu errichten.
Im Jahr 1961 stieß Herr Dr. Frevert zu den beiden Hobbybastronomen. Bei einem Besuch der Feriensternwarte Lugano im Juni 1962, kam die Idee auf so etwas auch zu bauen und zu betreiben,
eine Feriensternwarte!
Im August 1962 war es dann soweit, der Astronomische Arbeitskreis Wetzlar wurde gegründet. Sein Zweck war und ist die
Errichtung einer Volkssternwarte, der Betrieb dieser und die Erwachsenenbildung im Bereich Astronomie. Im September 1962 wurde bereits mit dem Bau des Gebäudes begonnen, die Planungen für die Beobachtungsinstrumente liefen
auf Hochtouren. Die Drei beschlossen ein Newton-Teleskop mit 40cm Spiegeldurchmesser und 2 Meter Brennweite als eines ihrer
Instrumente zubauen. Dieses Gerät ist immer noch als eines der Hauptgeräte in Betrieb.
Die Bauarbeiten zogen sich bis 1965 hin. Im März 1964 fanden die Hobbyastronomen ihr zweites Hauptgertät, einen Coude-Refraktor
von Wachter, 150mm Öffnung und 2300mm Brennweite.
Anfang 1965 war es dann soweit, der Fertigstellungstermin des Newtons
war absehbar, auch die anderen Arbeiten gingen dem Ende zu,
so daß der Eröffnung der Sternwarte im Juni 1965 nichts mehr im Wege stand.
1982 wurde nördlich des Sternwartengebäudes ein Beobachtungsturm
errichtet. Hier können heute Mitglieder ungestört vom Besucherstrom
eigene Arbeiten durchführen. Zentrales Instrument im Turm ist ein
gestiftetes und von Mitgliedern restauriertes Newton-Teleskop mit 1,44
Meter Brennweite und 25 cm Öffnung. Ein 4-Zoll-Leitrohr ermöglicht auch
die Sonnenbeobachtung in der Projektion.
Heute ist die Sternwarte im Lahn-Dill-Kreis und weit darüber hinaus
eine einzigartige Einrichtung, die es den Besuchern ermöglicht die
Faszination der Astronomie live zu erleben. Neben den regelmäßigen
öffentlichen Veranstaltungen bieten die Mitglieder anlässlich aktueller
Ereignisse, die sowohl Astronomie aber auch Raumfahrt betreffen,
Sondervorträge an.
Das besondere Augenmerk des Vereins liegt in der Jugend und
Nachwuchsförderung. Eine eigene Jugendgruppe trifft sich regelmäßig und
bekommt erste Kenntnisse im Umgang mit naturwissenschaftlichen Themen,
die besonders die Astronomie betreffen, wobei auch gelegentlich
Exkursionen stattfinden.
Als Kommunikationsforum für alle Mitglieder dient der "Astrotreff", an
dem auch Gäste jederzeit willkommen sind. Hier hat jeder die
Möglichkeit über "sein" Thema zu berichten und dieses im Kreis der
Teilnehmer zu diskutieren. Dort findet auch ein regelmäßiger Austausch
an Erfahrungen bezüglich angewandter Beobachtungs-Instrumente und
Methoden statt.
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