Aktueller Sonnenfleckenzyklus und Radioastronomie

Die Sonne befindet sich in etwa 150 Millionen Kilometer Entfernung zur Erde und hat einen Durchmesser von etwa 1,4 Millionen Kilometer.

Der Rhythmus der Sonnenflecken…

Die Zahl der Sonnenflecken auf unserer Sonne schwankt in einem etwas variablen Rhythmus mit einem Durchschnitt von 11 Jahren.

Sonnenflecken sind auf der Sonne im Bereich der Photosphäre. Während die Sonne an ihrer Oberfläche 6000 Grad heiß ist, sinkt in den Flecken die Temperatur um mehr als 1000 Grad ab. Sonnenflecken sind kühlere Gebiete auf der Sonne, die im Kontrast zur heissen Umgebung dunkel erscheinen. Fleckengruppen unterscheiden sich durch das Vorhandensein von sogenannten Penumbren, einer Bipolarität, Grössendifferenzen und Form der Sonnenflecken.  Kleinere Sonnenflecken erscheinen als dunkle punktförmige Gebilde. Es kann auch zu gewaltigen Materie Eruptionen kommen. Elektrisch geladene Teilchen werden dabei in Richtung Erde geschleudert, wo sie Polarlichter sowie Beeinträchtigungen des Funkverkehrs und elektrischer Anlagen auslösen können.

Im „Sonnenfleckenminimum“ gibt es nur wenige, oft gar keine Sonnenflecken. Im „Maximum“ sind die Sonnenflecken häufig und fleckenfreie Tage gibt es sehr selten. Sonnenflecken Relativzahlen erfassen diese Schwankungen. Zur Zeit deutet vieles auf ein Sonnenflecken Minimum hin. Siehe dazu ein Bild einer grösseren Sonnenfleckengruppe aus 2009 sowie die Grafik des WDC-Silso als Beispiel.

Sonnenfleckengruppe
Sonnenfleckenzahl

Die Sonne und Radioastronomie 

Die Sonne strahlt nicht nur Licht im optischen Bereich ab. Ihr elektromagnetisches Spektrum umfasst einen großen Wellenlängenbereich. Ein Teil dieses Spektrums bildet dabei die Radiostrahlung. Die Radioabstrahlung der Sonne hängt stark von der Sonnenaktivität ab. Bei geringer Sonnenaktivität ist ihr Radiospektrum zeitlich konstant. Bei starker Sonnenaktivität(hohe Fleckenanzahl) kommen zu den konstanten Anteilen noch zeitlich variable dazu, welche die konstanten in ihrer Intensität deutlich übersteigern.

Siehe dazu die Grafik von Spaceweatherlive.com 

Sonnenzyklus F10.7cm

Die langsam variable Komponente… Diese Radiowellen stammen aus Gebieten der sichtbaren Sonnenscheibe wie aus Fleckengebieten. Die Intensität korreliert mit der Sonnenfleckenrelativzahl (derzeit bei ~0). Die Wellenlänge dieser Komponente beträgt 1 bis 100 cm mit einem Maximum bei 15 cm.

Die Intensität der von der Sonne empfangenen Radiostrahlung schwankt im Verlauf weniger Tage bis zu viele Monaten. Der konstante Anteil entspricht der permanent vorhandenen Strahlung der ruhigen Sonne, während der volatile Anteil von Aktivitätsgebieten wie zum Beispiel Sonnenflecken und anderen Bereichen auf der Sonne beruht .

Die Radioastronomie Station an der Sternwarte ist zur Zeit noch im Aufbau und soll 2019 fertiggestellt werden. Auf ein stabiles Fundament wurde ein 4,7 m hoher Mast aufgestellt, der einen Spiegel mit 3m Durchmesser in alle Richtungen bewegen und steuern kann.

Siehe dazu den Artikel vom 23.3.2018 mit dem Titel „Radioastronomie an der Sternwarte Burgsolms“ mit einem PDF Dokument und einer inhaltlichen Detailbeschreibung. Hierzu ein Beispiel einer Radioastronomie Anlage.

UR

Beobachtungsobjekte im März 2019

Mondphasen

Neumond ist am 6.3.19. Das erste Viertel wird am 14.3.19 erreicht sein. Am 21.3.19 ist Vollmond. Am 28.3.19 ist der Mond im letzten Viertel zu sehen.

Feldstecherobjekte im März 2019

Gut zu beobachten ist der Kugelsternhaufen M13 ab circa Mitternacht. Über dem Horizont ist M13 ab 19:54(CET). Mit einer scheinbaren Helligkeit von Mag 5.8 ist er schwach am Himmel als verwaschener Lichtfleck zu erkennen bei einem guten Beobachtungshimmel im Sternbild Herkules. Mit einem Feldstecher bei 10-15 facher Vergrösserung sollte das Auffinden und Beobachten gelingen. Ab etwa 50 facher Vergrösserung sind einzelne Sterne erkennbar in der kugelförmigen Struktur. Die Entfernung beträgt 23000 Lichtjahre.

M13

Der M3 Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde (Bootes) und zwischen dem Sternbild Coma ist einer der hellsten am Nordhimmel. Er ist rund 34000 Lichtjahre von uns entfernt mit einem Durchmesser von etwa 125 Lichtjahren. Mit etwa Mag 6.3 ist er nicht mit blossem Auge erkennbar, ausser man hat einen sehr dunklen Beobachtungsstandort. Mit dem Feldstecher ist er leicht erkennbar ab 21h-22h, da er dann weit genug über dem Horizont sich befindet.

Deep sky tour

Zur Beobachtung von Galaxien ist die Spiralgalaxie M51(Whirlpoolgalaxie) zu erwähnen im Sternbild Grosser Wagen. Sie ist im Feldstecher erkennbar, aber bei der Benutzung eines grösseren Teleskops ab 20cm Öffnung werden die Spiralstrukturen der Galaxie erkennbar. Sie hat eine Ausdehnung am Himmel von 11,2′ × 6,9′. Die Entfernung beträgt 28000000 Lichtjahre. Die Helligkeit beträgt Mag 8.1. Eine gute Beobachtungszeit ist ab 21h.

M51

Meteore im März 2019

Die Anthelion (ANT) sind im März im Sternbild Löwe/Virgo zu sehen. Mit etwa 30km/sec Geschwindigkeit sind sie relativ langsam und am besten gegen Mitternacht zu beobachten mit einer Anzahl von maximal 2/h.

Eventuell sind gegen Mitternacht die Virginiden zu beobachten. Der Radiant liegt im Sternbild Jungfrau. Die Anzahl der Objekte kann bei 5/h liegen.

Planeten im März 2019

Der Mars kann in der ersten Nachthälfte beobachtet werden. Die Helligkeit beträgt Mag 1.4. Der Durchmesser beträgt nur noch 4“,6, die Polkappen des Mars sind daher eher schlecht zu sehen. Der Merkur verabschiedet sich so langsam vom Abendhimmel. Die Venus ist am Morgenhimmel zu beobachten mit einer Helligkeit von Mag -3.9. Die Venus hat noch 15“ im Durchmesser am 10.3.19 und ist an dem Tag etwa 75% beleuchtet. Jupiter ist in der zweiten Nachthälfte zu erkennen, und seine Helligkeit steigert sich langsam auf Mag -2.2. Der Ringplanet Saturn ist am Morgenhimmel zu sehen. Seine Helligkeit steigert sich ebenfalls etwas auf Mag 0.5. Der Neptun ist in diesem Monat am Taghimmel und nicht zu beobachten. Uranus ist bis Mitte des Monats mit Feldstecher zu beobachten bis etwa 21h30 im Sternbild Widder.

Asteroid im März 2019

Pallas wird um etwa 21h26 langsam sichtbar werden über dem Horizont. Im Feldstecher ist er dann zu sehen mit einer Helligkeit von Mag 7.9 im Sternbild Virgo. Der höchste Punkt über dem Horizont mit 41 Grad wird gegen 3h51 morgens sein Mitte des Monats. Die Entfernung beträgt derzeit 1.68 AE – Astronomische Einheit (eine AE ist 149 597 870 700 Meter).

UR

Sternbedeckung bei der Mondfinsternis am 21.1.2019

Am 21.1.2019 gelangen auf der Sternwarte Burgsolms drei Aufnahmen einer Sternbedeckung durch den Mond bei der totalen Mondfinsternis.

Für den Beobachter auf der Erde verschwindet der Stern schlagartig hinter dem Himmelskörper, und taucht später auf der anderen Seite ebenso kurzfristig wieder auf.

Der Stern, welcher durch den Mond bedeckt wurde, war HIP39869 mit einer Helligkeit von 8,5 mag. Visuell ist ein Stern dieser Helligkeit nicht zu sehen . Man benötigt dazu einen kleinen Feldstecher oder eine Fotografie . Anbei sind drei Aufnahmen der Sternbedeckung zu sehen. Der Stern befindet sich circa in der 11h Position. Die Aufnahmen entstanden zwischen 5h43 und 5h45 MEZ mit 8 – 25 Sekunden Belichtungszeit bei einer ISO von 200 an einem 4 Zoll Refraktor auf der Sternwarte.

Aufnahme 5h43 MEZ des Sterns HIP39869

Aufnahme 5h44 MEZ des Sterns HIP39869
Aufnahme 5h45 MEZ des Sterns HIP39869 . Bedeckung des Sterns ist eingetreten.

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Beobachtungsobjekte im Februar 2019

Mondphasen

Neumond war am 4.2.19. Das erste Viertel wird am 12.2.19 erreicht sein. Vollmond ist am 19.2.19 und letztes Viertel am 26.2.19. Am 19.2.19 ist der Mond der Erde am nächsten und damit der grösste scheinbare Mond Durchmesser in diesem Jahr zu sehen. Die Entfernung beträgt dann „nur“ 357000 Km.

Feldstecherobjekte im Februar 2019

Gut zu beobachten sind die beiden offenen Sternhaufen Plejaden und Hyaden im Sternbild Stier . Die Ausdehnung beträgt etwa 150 Lichtjahre. Offene Sternhaufen sind lockere Sternsysteme, die nur selten kugelförmig erscheinen. Die Sterndichte nimmt zwar zum Zentrum des Sternhaufens hin zu, ist aber nicht so auffällig wie bei Kugelsternhaufen. Der grosse Orionnebel (M42) in der Nähe der drei Gürtelsterne des sogenannten Himmelsjägers ist sehr gut zu beobachten. Ein offener Sternhaufen Krippe (M44) ist im Sternbild Krebs zu sehen. Das Objekt mit dem Namen M35 ist ein offener Sternhaufen im Sternbild Zwillinge. Im Feldstecher als Sternwolke erkennbar zeigt M35 bei 10-20 facher Vergrößerung schon in einem kleinen Feldstecher wie deutlich er sich von seiner Umgebung abhebt. Er besteht aus etwa 300 Sternen.

M42 Orionnebel

Deep sky tour

Zur Beobachtung von Galaxien ist die Galaxie M66 zu erwähnen im Sternbild Löwe. Sie ist im Feldstecher erkennbar , aber bei der Benutzung eines grösseren Teleskops werden die Strukturen erkennbar um den Zentralbereich der Galaxie. Sie hat eine Ausdehnung am Himmel von 8,3′ × 4,2′. Der Durchmesser beträgt circa 100000 Lichtjahre. In dieser Galaxie wurde die Supernovae SN 1989B (Typ Ia) entdeckt.

Galaxie M66

Meteore im Februar 2019

Die Delta Leoniden haben ihr Maximum am 24.2.19. Es handelt sich aus der Historie dabei um einen eher schwachen Meteoritenstrom. Ob er in diesem Monat zu sehen sein wird ist nicht sicher. Die Virginiden sind Ende Februar im Sternbild Jungfrau zu sehen. Mit circa 25km/sec Geschwindigkeit sind sie relativ langsam und am besten gegen Mitternacht zu beobachten mit einer Anzahl von maximal 5/h.

Planeten im Februar 2019

Der Mars wird am 13.2.19 in der Nähe des Uranus zu sehen sein am Abendhimmel. Am 18.2.19 steht die Venus beim Saturn am Morgenhimmel. Am 27.2.19 ist der Mond in der Nähe des Jupiters am Morgenhimmel zu sehen.

Grundsätzlich ist der Planet Merkur ab Mitte Februar am Abendhimmel zu beobachten. Venus bleibt als „Morgenstern“ zu beobachten. Mars kann am Abendhimmel im Westen gesehen werden. Jupiter ist morgens zu sehen. Der Saturn ist ab Mitte des Monats am Morgenhimmel visuell sichtbar.

Asteroid im Februar 2019

Pallas wird um circa 2h morgens sichtbar werden im Feldstecher mit einer Helligkeit von Mag 8.6 und ist 21 Grad über dem Horizont in Wetzlar im Sternbild Virgo. Um 5h27 wird er mit 38 Grad über dem Horizont sein. Ab etwa 6h33 wird er dann nicht mehr sichtbar sein.

Ende des Monats ist die Beobachtungszeit von 0h05 bis 5h53 und die Helligkeit Mag 8.2 und damit etwas lichtstärker. Die Entfernung beträgt derzeit 1.91 AE – Astronomische Einheit (eine AE ist 149 597 870 700 Meter).

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Beobachtungsobjekte im Januar 2019

Mondphasen

Neumond wird am 6.1.19 sein. Das erste Viertel wird am 14.1.19 erreicht sein. Vollmond am 21.1.19 und letztes Viertel am 27.1.19.

Feldstecherobjekte im Januar 2019

NGC 2017. Circa 1.5 Grad östlich von dem Stern Arneb(Lepus) ist eine kleine Gruppe von Sternen. Der hellste hat eine Helligkeit von 6.4 Mag , damit an der Grenze zum visuellen beobachten bei einem dunklen Himmelshintergrund. Das ist NGC 2017. Beschrieben wir das Objekt als ein offener Sternhaufen, sind aber 3-4 Sterne dicht beieinander zu sehen. Die Entfernung variiert zwischen 500-3000 Lichtjahre.

62 Eridani . Gehen Sie zum Sternbild Orion(Stern Rigel)  und dann ca. 3.5 Grad Richtung Nordwest. Dort ist 62 Eridani mit einer Helligkeit von 5.5 Mag. Er entpuppt sich als Doppelstern mit 66 arcsec Distanz, allerdings ist sein Begleiter nur 8.9 mag Helligkeit.Diese beiden Sterne sind keine binären Sterne , sondern stehen in einer Sichtlinie.

Asteroid Juno. Im Januar 2019 beträgt die Helligkeit nur noch 8.2 Mag , sollte also mit einem 10×50 / 15×70 mm Feldstecher Ergebnisse erzielen. Zu finden ist er am südlichen Ende des Taurus.

Deep sky tour

IC443. Zwischen den Sternbildern Orion und Gemini ist der sogenannte „Jellyfish“ Supernovae Überrest in 5000 Lichtjahre Entfernung. Allerdings wird ein Teleskop von 20cm Öffnung oder grösser benötigt mit einem UHC Filter oder OIII um Ergebnisse zu erzielen. Das Objekt hat am Himmel 20 arcsec Ausdehnung in der Länge.

Jellyfish Supernovae Überrest

NGC 2129. Der offene Sternhaufen im Gemini. Die Helligkeit beträgt 6.7 mag ( Feldstecher / Teleskop ) nötig . Um ca . 30 Objekte auflösen zu können benötigen Sie ein Teleskop mit mindestens 25cm Öffnung. Relevant grosse Teleskope befinden sich dazu bei uns auf der Sternwarte.

Meteore im Januar 2019

Delta Cancriden. Der Radiant ist im Sternbild Krebs und Löwe. Die Geschwindigkeit beträgt 30-47KM/Sec. Zu erwarten sind 4 Meteore pro Stunde.

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Himmelsereignisse erstes Quartal 2019 Vorausblick Planeten sowie Mondfinsternis

Beobachtungen mittels (F/T) ( Feldstecher/Teleskop) oder (V)=Visuell

  • Venus ist ab Januar bis Ende Juni 2019 am Morgenhimmel zu bewundern. (V/T)
  • Mars ist sichtbar in der ersten Nachthälfte (V/T)
  • Jupiter ist am Morgenhimmel sichtbar. (V/T)
  • Uranus ist in der ersten Nachthälfte zu beobachten. (T/F)
  • Neptun ist am frühen Abendhimmel zu beobachten. (T/F)

Für Uranus und Neptun benötigen Sie einen Feldstecher oder Teleskop zur Beobachtung da diese zu lichtschwach sind.

Am 21. Januar 2019 findet in den frühen Morgenstunden eine totale Mondfinsternis statt. Details gibt die Grafik.

Totale Mondfinsternis 21.1.2019 . Zu beobachten in den frühen Morgenstunden.

Beobachtungsobjekte Dezember 2018

Der Asteroid 3 Juno , Planeten und „deep sky“ Objekte

Der Asteroid 3 Juno befindet sich am 11.12.18 im Sternbild Eridanus im Südosten des Himmels und ist circa 21 Grad über dem Horizont. Um 22h34 ist er dann circa 34 Grad am höchsten Standpunkt über dem Horizont.

Sichtbarkeit ist zwischen 20h und 2h morgens. Die Helligkeit beträgt derzeit Magnitude 7.7m und ist damit gut im Feldstecher zu erkennen und von Sternen zu unterscheiden. Anbei drei Daten zur Einordnung des Objektes  :

Entfernung    :       321.426.000 km

Durchmesser :       267 km

Temperatur im Durchschnitt : -110 Grad

 

Planeten

Der Merkur wird einige Tage morgens seine Sichtbarkeit haben 9 Grad über dem Horizont und circa zwei Stunden vor Sonnenaufgang. Mit einer Helligkeit von Magnitude -0.5 ist er problemlos mit blossem Auge zu erkennen am westlichen Himmel.

 

Deep Sky Objekte

NGC 869 oder H Persei ist ein offener Sternhaufen und der westliche des Doppelhaufens H und Chi Persei (NGC 884). Die scheinbare Helligkeit beträgt circa Magnitude 5 und ist damit als diffuser Fleck zu sehen. Als Feldstecher Objekt eignet sich dieses Objekt besonders da Details aufgelöst werden bei einer Winkelauflösung des Objektes von 30 Bogenminuten am Himmel. Die Entfernung beträgt 7100 Lichtjahre. NGC869 ist in der nächsten Zeit gut zu beobachten. Anbei eine Aufnahme des Objektes.

 

Komet 46P Wirtanen

Anbei Fotos des Kometen aus den letzten Tagen aufgenommen am 10.12.2018.

21:56 MEZ, 70 mm bei F/3,5, 110 sec, ISO 800 mit zwei Satelliten

21:17 MEZ , 160 mm bei F/3,5, 120 sec, ISO 800

Details siehe auch den Artikel vom 21.10.2018.

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IAU ( International astronomical union ) Geburtstag mit vielen Veranstaltungen auf der Sternwarte Burgsolms

In der Zeit vom 10 bis 12 Januar 2019 beteiligt sich die Sternwarte Burgsolms an dem 100 Geburtstag der IAU.

Zwischen dem 10 – 12.01.2019 werden verschiedene Vorträge sowie ein öffentlicher Beobachtungsabend angeboten. Anbei ein zeitlicher Ablauf für Sie zur Planung:

Am 10.01.19 ein Vortrag zum Thema Lichtverschmutzung–was ist das?

Über die globale aber auch kommunale Lichtverschmutzung wird in letzter Zeit vermehrt in den Medien berichtet. Doch was steckt dahinter, kann Licht schmutzig sein ?

Am 11.01.19 ein öffentlicher Beobachtungsabend .

Am 12.01.19 werden folgende Vorträge angeboten:

  • Kometen, Meteore, Asteoriden. Eine Einführung in diese Themen findet statt sowie Beobachtungshinweise und aktuelle Themen dazu.
  • Veränderliche Sterne. Eine Einführung sowie Hinweise auf aktuelle Themen dazu.
  • Radioastronomie. Folgende Themen dazu werden angeboten – Grundlagen, warum Radioastronomie, geschichtliches, Instrumente und Objekte sowie Projekt dazu der Sternwarte Burgsolms.
  • Mach es wie ich , sei dabei. Gemeinsam zu den Sternen hinauf gucken auf einer Sternwarte. Ein Beitrag eines neuen Mitglieds dazu.

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Beobachtungsobjekt im November / Dezember 2018

Im Beitragsbild finden Sie eine Aufnahme von M31.

M31, die grosse Andromeda Galaxie. Sie liegt im Sternbild Andromeda. Mit einer scheinbaren Helligkeit von M 3.44 (M=Magnitude) ist sie mit blossem Auge als diffuser Lichtfleck am Himmel zu sehen. Die Andromeda Galaxie ist eine der am weitesten entfernten Objekte welches mit blossem Auge zu sehen ist. Mit einem Feldstecher oder kleinem Teleskop offenbaren sich bereits Details wie die ovale Form und ein heller Kernbereich.

Die Andromeda Galaxie beherbergt Milliarden von Sternen. Im Vergleich zu unserer Galaxie der Milchstrasse mehr als das doppelte an Sternen. Erst 1923 wurde verifiziert das M31 eine eigenständige Galaxie ist und nicht Bestandteil unserer Milchstrasse durch Beobachtungen von E.Hubble und der Entdeckung von Veränderlichen Sternen ( Cepheiden welche ihre Helligkeit ändern ) in M31.

M31 wird begleitet durch 14 Zwerggalaxien, wie M32, M110 und M33. Diese treten gravitativ in Interaktion mit den Spiralarmen der Andromeda Galaxie.

Anbei finden Sie eine Darstellung zur Auffindung von M31 am Sternenhimmel.

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Meteor Aktivitäten für November/Dezember 2018 am Beispiel der Orioniden (NOO) und Leoniden (LEO)

Im Beitragsbild finden Sie eine Aufsuchkarte für den Meteorschauer LEO.

Die November-Orioniden (NOO) sind jetzt von einer Quelle( Radiant ) aus um 04:51 (073) +16 aktiv ( Koordinaten in Rektaszension und Deklination). Dieser Bereich des Himmels liegt im Sternbild Stier, 3 Grad östlich des als Aldebaran bekannten Sterns der 1m Grössenklasse Helligkeit . Dieser Bereich des Himmels wird am besten ab 01h( Lokale Zeit ) am Himmel betrachtet, wenn er gut über dem Horizont liegt. Dieser Meteorschauer ist vom 7. November bis zum 17. Dezember aktiv. Die maximale Aktivität findet am 29. November statt. Die Anzahl der Meteore sollten unabhängig von Ihrem Standort 1>< 1 sein. Bei einer Eintrittsgeschwindigkeit von 43 km/s wäre die meiste Aktivität von mittlerer Geschwindigkeit.

 

Die Spitzenaktivität des Leonid-Meteorschauer (LEO) findet am 17. und 18. November 2018 statt. Trümmerteile des Kometen 55P / Tempel-Tuttle, die durch das Sonnensystem fliegen, sind der Grund für diesen jährlichen Meteorschauer. Dieser Komet wurde 1865 bereits entdeckt von E. Tempel.

Radiant ist der Westteil des Sternbild Löwe ( Koordinaten in Rektaszension und Deklination 09:52 (148) +24). Bei einer Eintrittsgeschwindigkeit von ~71 km/s in die Erdatmossphäre ist der Leonid-Meteor von schneller Geschwindigkeit. Bei einem guten Beobachtungshimmel, kein Streulicht, können bis zu 15 Meteore pro Stunde beobachtet werden. Am besten zwischen Mitternacht und Morgendämmerung.

Möglichkeiten zur Auswertung der Beobachtungen sind visuelle, fotografische sowie Videobeobachtungen.

Anbei ein Aufsuchkarte für LEO und NOO ab 0h.

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