Eine einzige klare Nacht….

….ohne helles Mondlicht genügte Thomas Düring um die im Folgenden kurz vorgestellten Himmelsobjekte mit dem großen Newton-Teleskop auf der Sternwarte zu fotografieren.

 

Der planetarische Nebel M27 ist im Sternbild Vulpecula (Füchschen) zu finden, das derzeit (September) abends hoch am südlichen Himmel steht. Der Gasnebel besteht hauptsächlich aus ionisiertem Wasserstoff. Das Gas wurde vom Zentralstern des Nebels abgestoßen. Das Objekt, welches 1764 von William Herschel entdeckt wurde, ist auch unter dem Namen „Hantelnebel“ bekannt. Dieser Ausdruck geht auf den Sohn des Entdeckers John Herschel zurück.

Planetarische Nebel haben – auch wenn der Name das suggeriert – nichts mit Planeten zu tun. M27 ist ca. 1700 Lichtjahre (das entspricht 15 980 000 000 000 000 km) von uns entfernt. Dieser Ort befindet sich noch innerhalb unseres eigenen Sternensystems, der Milchstraße.

 

M27_Web

 

Die Objekte auf den nächsten beiden Bildern sind eigenständige Galaxien, viele Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Sie tragen die Katalogbezeichnungen M51 (links) und M81. Das M steht für den Ersteller des Katalogs, den französischen Astronomen Charles Messier. Er lebte von 1730 bis 1812. Sein eigentliches Beobachtungsziel waren jedoch Kometen. Um diese nicht mit bekannten nebelförmigen Objekten zu verwechseln, listete er die hellsten bereits bekannten Objekte dieser Art auf. So entstand ein Katalog, welcher heute noch von Hobbyastronomen auf der ganzen Welt verwendet wird.

 

M51_81

(AT)

Supernova 2014J

SN2014J - Typ Ia Supernova in M82
SN2014J – Typ Ia Supernova in M82

Mitte Januar entdeckten englische Stundenten bei einer Lehrveranstaltung eine Supernova in der Galaxie M82. Anhand ihrer Lichtkurve wurde die Sternenexplosion als seltene Typ Ia Supernova klassifiziert. Trotz einer Entfernung von etwa 12 Millionen Lichtjahren leuchtet der explodierende Stern heller als alle übrigen Milliarden Sterne der Galaxie M82 zusammen.

Die Supernova ist bereits mit kleineren Teleskopen gut beobachtbar und dort mit bloßem Auge erkennbar. Das Foto wurde Ende Januar von Thomas Düring mit den Teleskopen der Sternwarte Burgsolms aufgenommen.