Hervorgehobener Artikel

Herzlich Willkommen an der Sternwarte Burgsolms

impressionen_2_20080522_1579079489Begleiten Sie uns auf einer faszinierenden Reise durch den Weltraum. Informationen zu aktuellen Themen, über unsere Sternwarte, die Arbeit und Geschichte des Astronomischen Arbeitskreises Wetzlar e.V. und zu unseren Veranstaltungen finden sie unter den jeweiligen Menüpunkten.

Link: Programmheft als PDF-Download: Programm 2015-001

Komet C/2014 Q2 (Lovejoy) III

Komet C/2014 Q2 (Lovejoy) präsentierte sich am Abend des 18. Januar von seiner besten Seite. Obwohl der Komet bei klarem Himmel mit blossem Auge nur extrem schwach erkennbar war, zeigen die Aufnahmen mit einem Teleobjektiv schöne Details des grün leuchtenden Kern und des schwach blau leuchtenden Schweifs aus ionisierten Gasen.

Als besonderes Highlight befand sich der Komet am Abendhimmel in direkter Nachbarschaft der Pleiaden, eines offenen Sternhaufens im Sternbild Stier. Die Pleiaden, auch als “Siebengestirn” bekannt, sind eine Gruppe junger, heißer Sterne die von einem blau leuchten Reflexionsnebel umgeben sind.

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Foto: Alexander Valenca am 18.01.2015, Sternwarte Burgsolms, Brennweite 70 mm, f/4, ISO 1600, 5 Min.

 

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Foto: Alexander Valenca am 18.01.2015, Sternwarte Burgsolms, Brennweite 200 mm, f/4, ISO 1600, 5 Min.

 

(AV)

Komet C/2014 Q2 (Lovejoy) II

Die beiden folgenden Bilder des aktuell sichtbaren Kometen Lovejoy entstanden in der Oberpfalz bei sehr dunklem Nachthimmel und auf der Sternwarte Burgsolms. Der Komet ist inzwischen (wenn auch schwach) mit blosem Auge zu sehen. Ein Schweif ist jedoch nur bei dunkelstem Himmel erkennen.

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Foto: Thomas Düring, aufgenommen in der Oberpfalz am 13.01.2015;
150 Sek.; ISO 800; f=200mm; Blende 2,8

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Foto: Axel Trettin am 17.01.2015; Sternwarte Burgsolms; Apo-Refraktor f=500mm; Blende 6,7; ISO 1600; 211 Sek.

(AT)

Komet C/2014 Q2 (Lovejoy)

Komet C/2014 Q2 (Lovejoy) ist am Abendhimmel mit dem Fernglas gut zu erkennen. Der Komet zeigt auf Aufnahmen eine ausgeprägt grüne Farbe, ein ausgeprägter Schweif ist bisher nicht zu erkennen.

Der Komet wird am 7. Januar in 70 Mio km Entfernung seinen erdnächsten Punkt erreichen und am 9. Januar den Himmelsäquator in nördlicher Richtung überqueren. Seinen sonnennächsten Punkt (Perhelion) wird der Komet am 30. Januar 2015 passieren.

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Komet C/2014 Q2 (Lovejoy) (A. Valenca, 05.01.2015 / Canon EOS 7D, 200mm, f/4, 30 s, ISO 800)

Komet C/2014 Q2 (Lovejoy) - Karte

Komet C/2014 Q2 (Lovejoy) – Karte

(Alexander Valenca)

 

Lovejoy, der Neujahrskomet

Unter der Bezeichnung C/2014 Q2 ist der Komet Lovejoy schon seit dem 17.8. 2014 bekannt. Entdeckt wurde er damals von Terry Lovejoy . Da der Komet bisher nur am südlichen Firmament seine Bahn zog, war er bisher in unseren Breitengraden nicht zu beobachten. Seit dem Jahreswechsel steigt er allerdings über den südlichen Horizont täglich höher, so daß er auf seiner Bahn westlich am Orion vorbei  zu beobachten ist.

Eine kleine Wolkenlücke konnte am 2. Januar erfolgreich genutzt werden um den beinahe schweiflosen Kometen zu fotografieren. Dies war um so schwieriger, da der fast volle Mond in der gleichen  Richtung stand und für kräftiges Gegenlicht sorgte.
Deutlich ist die grünliche Koma zu erkennen.

In den nächsten Wochen wird er weiter in Richtung Zenit steigen und ein gutes Feldstecherobjekt sein.
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Das Bild entstand mit einer PENTAX K5, nachgeführt per GPS am 2.1.2015 um 22:06 MEZ Belichtungszeit: 30 Sek. bei ISO800 . Objektiv TAMRON SP AF 70-200 mm, f/2,8.
Verwendete Brennweite 200 mm

(Thomas Düring)

Neptun….

….ist der letzte Planet unseres Sonnensystems. Mit bloßem Auge kann man ihn nicht mehr sehen, doch in einem kleinen Fernrohr kann er derzeit am Abendhimmel im Sternbild Wassermann (Aquarius) beobachtet werden. In der Vergrößerung kann man auch seinen Mond Triton als kleines „Sternchen“ neben dem Planeten erkennen.

Das Foto wurde am Abend des 1. Oktober 2014 gemacht (Apo-Refraktor Pentax 75 SDHF).

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Ausschnittvergrößerung: Neptun mit Triton

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(AT)

In der Milchstraße….

….im Bereich des Sternbildes Schild (Scutum) liegt der Sternhaufen M11. Obwohl er ca. 6000 Lichtjahre entfernt ist, kann man ihn bereits mit einem Fernglas als kleines helles Wölkchen erkennen. Das Sternbild Schild steht zur Zeit noch bis ca. Ende Oktober am Abendhimmel im Süd-Westen unterhalb des Sternbildes Adler.

Das Foto entstand mit einem fotografisch korrigierten Apo-Refraktor (Pentax 75 SDHF) mit einem Objektivdurchmesser = 75 mm und einer Brennweite = 500 mm.

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(AT)

Komet C/2014E2 (Jaques)

Am Montag, den 22. September 2014 stand der Komet C/2014E2 (Jaques) als winziges nebliges Fleckchen im Sternbild Vulpecula (Füchschen) nahe des sogenannten Kleiderbügel-Sternhaufen.

C/2014E2 wurde erst am 13.März dieses Jahres entdeckt. Er hat eine Sonnen-Umlaufzeit von ca. 21000 Jahren und gehört damit zu den langperiodischen Kometen. In Sonnennähe (Perihel) stand er am 2. Juli dieses Jahres. Zur Zeit entfernt er sich wieder von der Sonne.

Das Bild wurde mit einem Teleobjektiv (f = 200 mm) aufgenommen.
Composit

(AT)

Eine einzige klare Nacht….

….ohne helles Mondlicht genügte Thomas Düring um die im Folgenden kurz vorgestellten Himmelsobjekte mit dem großen Newton-Teleskop auf der Sternwarte zu fotografieren.

 

Der planetarische Nebel M27 ist im Sternbild Vulpecula (Füchschen) zu finden, das derzeit (September) abends hoch am südlichen Himmel steht. Der Gasnebel besteht hauptsächlich aus ionisiertem Wasserstoff. Das Gas wurde vom Zentralstern des Nebels abgestoßen. Das Objekt, welches 1764 von William Herschel entdeckt wurde, ist auch unter dem Namen „Hantelnebel“ bekannt. Dieser Ausdruck geht auf den Sohn des Entdeckers John Herschel zurück.

Planetarische Nebel haben – auch wenn der Name das suggeriert – nichts mit Planeten zu tun. M27 ist ca. 1700 Lichtjahre (das entspricht 15 980 000 000 000 000 km) von uns entfernt. Dieser Ort befindet sich noch innerhalb unseres eigenen Sternensystems, der Milchstraße.

 

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Die Objekte auf den nächsten beiden Bildern sind eigenständige Galaxien, viele Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Sie tragen die Katalogbezeichnungen M51 (links) und M81. Das M steht für den Ersteller des Katalogs, den französischen Astronomen Charles Messier. Er lebte von 1730 bis 1812. Sein eigentliches Beobachtungsziel waren jedoch Kometen. Um diese nicht mit bekannten nebelförmigen Objekten zu verwechseln, listete er die hellsten bereits bekannten Objekte dieser Art auf. So entstand ein Katalog, welcher heute noch von Hobbyastronomen auf der ganzen Welt verwendet wird.

 

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(AT)

Supernova 2014J

SN2014J - Typ Ia Supernova in M82

SN2014J – Typ Ia Supernova in M82

Mitte Januar entdeckten englische Stundenten bei einer Lehrveranstaltung eine Supernova in der Galaxie M82. Anhand ihrer Lichtkurve wurde die Sternenexplosion als seltene Typ Ia Supernova klassifiziert. Trotz einer Entfernung von etwa 12 Millionen Lichtjahren leuchtet der explodierende Stern heller als alle übrigen Milliarden Sterne der Galaxie M82 zusammen.

Die Supernova ist bereits mit kleineren Teleskopen gut beobachtbar und dort mit bloßem Auge erkennbar. Das Foto wurde Ende Januar von Thomas Düring mit den Teleskopen der Sternwarte Burgsolms aufgenommen.